Naturschutzgebiete unter russischen Panzerketten: wie Invasoren Natur zerstören

Russische Truppen haben auf dem Gelände des Nationalparks Pryasovskyj einen Artillerie-Schießplatz eingerichtet, teilt der Militärgeheimdienst (HUR) mit. 

Der Aggressorstaat Russland richte demnach sogenannte ‚Naturschutz-Einrichtungen‘ in besetzten Gebieten der Regionen Donezk, Luhansk und Cherson ein. 

„Die Tätigkeit dieser Scheinbehörden zielt darauf ab, die Kontrolle über die eroberten Hektar von Naturschutzgebieten und die natürlichen Ressourcen der Ukraine zu festigen“, so der GUR. 

Unterdessen zerstöre die russische Besatzungsarmee weiterhin ukrainische Ökosysteme und Naturschutzgebiete und verwandelt sie in ein Gebiet für Gefechte, militärische Befestigungen und katastrophale Verschmutzung.

Die „räuberischen Handlungen“ russischer Besatzer würden demzufolge milliardenschwere Schäden verursachen und Merkmale eines Kriegsverbrechens aufweisen. Laut dem HUR befinden sich in der Zone aktiver Kampfhandlungen oder unter russischer Besatzung Dutzende ukrainische Schutzgebiete, deren Ökosysteme aufgrund des von Moskau begonnenen Krieges enorme Schäden erleiden: Askania-Nova, ‚Meotida‘, Nationalpark Pryasovskyj, Kinburner - Nehrung, ‚Heilige Berge‘, Kreminski-Wälder und andere.

Krieg und Besetzung ukrainischer Gebiete führten zu Bodenschäden, Bränden, Verschmutzung mit Kraftstoff sowie zur Beschädigung natürlicher Lebensräume durch Minen, Schützengräben und den Einsatz von schwerem Kriegsgerät.

Militärische Technik verursache Bodenverdichtung, zerstöre die Wurzelsysteme von Pflanzen und störe die natürliche Wasserableitung. Kraftstoffe, Schmierstoffe und Munitionsreste stellen ernsthafte chemische Risiken für Boden und Wasserressourcen dar. Brände vernichten Vegetation, Lebensräume von Tieren und derer Futtergrundlage.

Auf dem Gelände des Nationalparks Pryasowskyj haben russische Besatzer einen Platz für für Schießübungen mit Mörser eingerichtet.