Selenskyj: Ukraine beteiligte sich an keiner Operation in Bezug auf Sprengung von Nord Stream 2
Die Ukraine hat sich niemals an einer Operation in Bezug auf die Sprengung von Nord Stream 2 beteiligt. Kyjiw ist zu einer Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit bereit.
Wie Ukrinform berichtet, erklärte das Präsident Wolodymyr Selenskyj heute während des Gipfeltreffens der Ukraine und der Nordisch-Baltischen Acht (NB8) in Kyjiw.
„Die Ukraine hat sich offiziell nie an einer Operation in Bezug auf die Sprengung von Nord Stream 2 beteiligt. Es geht hier nicht darum, wer etwas will oder nicht. Die Ermittlungen laufen jetzt. Es gibt eine Situation, es gibt Anschuldigungen, es gibt relevante Zeugen, das heißt, der Prozess läuft“, sagte Selenskyj.
Er merkte an, dass in dieser Angelegenheit auf höchster Ebene Verhandlungen mit der deutschen Seite geführt wurden. „Sie wissen sehr gut, dass die Ukraine nicht hinter der Umsetzung und nicht hinter der Idee selbst in Bezug auf die Durchführung der entsprechende Operation steckt“, sagte der Präsident und fügte hinzu, dass die Generalstaatsanwaltschaft und das Außenministerium zu einem Dialog mit ihren ausländischen Kollegen in dieser Angelegenheit offen seien.
„Für uns ist es sehr wichtig, dass wir unsere Partnerschaft und das Vertrauen der europäischen Länder, die die Ukraine seit Beginn dieses Krieges unterstützen, nicht verlieren. Daher sind wir absolut offen für gemeinsame Schritte hinsichtlich der Ermittlungen und der Aufklärung aller Umstände dieser Aktionen in der Zeit damals“, betonte das ukrainische Staatsoberhaupt.
Wie berichtet, gab die Bundesanwaltschaft am 19. August die Festnahme eines ukrainischen Staatsbürgers in Kroatien bekannt, der der Sabotage verdächtigt wird. Der Verdächtige soll Berufstaucher sein und Teil der Gruppe gewesen sein, die im September 2022 Sprengstoff an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nahe der dänischen Insel Bornholm anbrachte. Die Explosionen am 26. September 2022 sollen die Pipelines schwer beschädigt haben.