Ukrainische Truppen wehren mechanisierten russischen Sturmangriff auf Mala Tokmatschka ab
Soldaten der 118. separaten mechanisierten Brigade der ukrainischen Bodentruppen haben einen russischen Sturmangriff mit Motorrädern bei Mala Tokmatschka in der Region Saporischschja abgewehrt, teilt das Kommando der Brigade bei Facebook mit und veröffentlicht ein Video vom Kampfeinsatz.
Dabei seien mehr als 30 Fahrzeuge zerstört worden.
Diesmal habe die russische Militärführung demnach ihre Soldaten in einem „Fleischsturm“ zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit geschickt – nicht in einer Morgen- oder Abenddämmerung, sondern bei guter Sicht, um 18 Uhr 00.
Um ihre Chancen zu maximieren, in Mala Tokmatschka „reinzustürmen“, haben die Russen mehr als 30 Fahrzeuge in den Kampf geworfen, „Doch trotz einer Taktikänderung wurde der Feind zerschlagen, ohne die Ortschaft erreicht zu haben, die nach Behauptungen der russischen Propaganda bereits seit anderthalb Jahren unter russischer Kontrolle steht“, hieß es.
Innerhalb von wenigen Stunden seien 26 russische Angreifer getötet und mehr als 10 verletzt worden. Nach Angaben des ukrainischen Militärs führe der Feind keine Evakuierung der Verletzten durch.
Darüber hinaus seien mehr als 20 Motorräder und circa 10 Quads zerstört worden.
Die ukrainischen Einheiten hätten keine Verluste beim Kampfeinsatz erlitten.
Das kleine Dorf Mala Tokmatschka in der Region Saporischschja bleibt seit mehr als einem Jahr einer der am stärksten umkämpften Orte. Doch trotz der andauernden russischen Sturmangriffe konnte die Ortschaft bisher nicht eingenommen werden. Das Dorf hält den Russen seit mehr 1500 Tagen stand. Das ist länger, als jede aufgezeichnte Belagerung in der Geschichte.
Russische Verluste bei den Kämpfen um Mala Tokmatschka können nach Einschätzungen von Militärexperten bei 2 Tausend Soldaten liegen.
Russland hat mehrmals behauptet, die Ortschaft eingenommen zu haben. Mala Tokmatschka ist inzwischen zu einem Meme geworden.