Russische Versorgungslinien zur Krim fast vollständig blockiert

Dank einer systemischen Kampagne der ukrainischen Streitkräfte seien die russischen Versorgungslinien zur annektierten Halbinsel Krim fast vollständig blockiert worden, schreibt die ehemalige Vertreterin des Präsidenten der Ukraine auf der Krim, Tamila Taschewa, bei Facebook.

Drei von den vier Versorgungsrouten seien demnach außer Betrieb gesetzt oder unter Feuerkontrolle genommen worden.  Es seien wiederholte Einschläge  in der Tschonhar- Brücke und in einem Übergang in der Arabat- Nehrung dokumentiert worden. Die Kertsch- Brücke werde ihren Angaben nach jede Nacht für den Verkehr gesperrt. „Die Brennstoffkrise weitet sich auf die benachbarten russischen Regionen aus, sodass Russland erstmals Benzin importieren muss“, so Taschewa.  

Durch ständige ukrainische Drohnenangriffe musste Russland seine Schwarzmeerflotte nach Noworossijsk verlegen. „Sewastopol hat seine Funktion als Marine - Stützpunkt faktisch verloren“, betonte sie.   

Das Titanwerk „Krymskyj Titan“ hat nach einem Angriff in der Nacht zum 13. Juni  und 23 Einschlägen den Betrieb eingestellt. Das Unternehmen stellte Rohstoff für Pulver und Raketentreibstoff her. Zudem wurden Umspannwerke im Norden der Halbinsel angegriffen, was zu einer Unterbrechung der Stromversorgung geführt hat.   

Foto: Tamila Taschewa/Facebook