Menschenrechtsbeauftragter: Ukraine verifiziert fast 19,5 Tausend verschleppter ukrainischer Kinder

Russische Behörden haben in ihren offiziellen Dokumenten die Überführung von 744.000 ukrainischer Kinder aus den besetzten Gebieten festgehalten, sagte der  Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinets, in einem Interview mit dem Sender „Army.fm“

Von den 1,6 Millionen Kindern, die auf dem derzeit von Russland kontrollierten Territorium der Ukraine lebten, seien 744. 000 nach Russland verschleppt worden. Diese Zahl werde insbesondere von der russischen „Kinderrechtsbeauftragten“ Lwowa-Belowa, gegen die der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag  einen Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen der rechtswidrigen Deportation und Zwangsüberführung von ukrainischen 

Kindern auf russisches Territorium erlassen hat, genannt.  

Von den ukrainischen Behörden und Strafverfolgungsorganen seinen bisher 19. 546 verschleppte Kinder verifiziert worden.  Ein Teil von ihnen sei von russischen Familien „adoptiert„ worden.

Lwowa- Belowa gab im Februar 2023  bekannt, dass sie einen 15-jährigen Jungen aus  Mariupol adoptiert hatte. Die „Adoption“ ukrainischer Kinder sei laut Lubinets zu einem neuen Trend bei Vertreten der russischen stattlichen Behörden geworden.  

Er führte als Beispiel die Geschichte eines ukrainischen Mädchens namens Margarita an, welches im Alter von 10 Monaten aus der Ukraine verschleppt und vom Abgeordneten des russischen Parlaments Sergej Mironow „adoptiert“ wurde. Dabei haben die neuen „Adoptiveltern“ den Namen, den Geburtsort und das Geburtsdatum des Kindes geändert.