EU-Diplomaten bleiben in Kyjiw – Mathernova

Trotz Russlands Drohungen mit weiteren massiven Luftangriffen werden die Diplomaten der Europäischen Union ihre Arbeit in Kyjiw fortsetzen.

Wie Ukrinform berichtet, schrieb die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernova, dazu auf Facebook.

„Dasselbe Regime, das jede Nacht Raketen- und Drohnenangriffe auf Zivilisten verübt, warnt nun andere, sich fernzuhalten. Wir verstehen sehr gut, was das bedeutet. Russland will einschüchtern, Panik schüren und die Ukraine isolieren. Das wird nicht funktionieren. Die EU bleibt hier. Wir bleiben in Kyjiw. Wir bleiben mit der Ukraine“, versicherte Mathernova.

Sie betonte: „Drohungen gegen Diplomaten und internationale Organisationen sind kein Zeichen von Stärke, sondern Ausdruck von Verzweiflung.“

„Je aggressiver und bedrohlicher der Kreml wird, desto deutlicher wird, dass Putins Regime begreift, dass es weder den Widerstand der Ukraine noch die Unterstützung seiner Partner brechen kann. Kyjiw steht. Die Ukraine steht. Und wir stehen an ihrer Seite“, erklärte die Diplomatin.

Mathernova fügte hinzu: „Die heutige (gestrige – Red.) Erklärung des russischen Außenministeriums ist ein Meisterwerk der Heuchelei.“

„Das Regime, das seit Jahren Wohnhäuser, Museen, Geburtskliniken, Schulen und Kraftwerke beschießt, spricht plötzlich von „humanitärem Völkerrecht“ und den „Genfer Konventionen“, merkte sie an.

Wie berichtet erklärte das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, dass die Russische Föderation auf Ebene des Außenministeriums weiteren Terror gegen die ukrainische Bevölkerung ankündigt. Unter anderem forderte das russische Außenministerium „ausländische Staatsbürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und Repräsentanzen internationaler Organisationen, auf, die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen, und die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt, sich militärischen und administrativen Infrastruktureinrichtungen nicht zu nähern.“

Foto: Katarina Mathernova / Facebook