Militärsprecher: Verteidigungskräfte hindern russische Truppen daran, in Kupjansk Fuß zu fassen und Brückenkopf in Lyman zu bilden

Im Verantwortungsgebiet der Gruppierung „Vereinte Kräfte“, welches die Region Charkiw sowie Lyman und den östlichen Teil der Region  Sumy umfasst, haben 39 Zusammenstöße seit gestern stattgefunden. Der Schwerpunkt russischer Bemühungen liegt auf Lyman, sagte der Militärsprecher Viktor Trechubow im ukrainischen Fernsehen.

Für die Russen sei es demnach wichtig, einen Brückenkopf für einen weiteren Vormarsch in Richtung der Agglomeration der Städte Slowjansk - Kramatorsk zu bilden. Jedoch gelinge es, so Trechubow, dem Feind nicht, trotz der Offensive aus drei Richtungen, auf diesem Frontabschnitt Fuß zu fassen.

In Kupjansk, vor allem auf dem rechten Ufer des Oskil - Flusses dauern heftige Kämpfe an. Die ukrainischen Verteidigungskräfte würden aber den Feind daran hindern, dort Fuß zu fassen, so Trechubow.

Dabei versuche die russische militärische Führung das Eindringen einzelner Gruppen in Kupjansk als eine Eroberung der Stadt darzustellen.

Zugleich versuchen die Russen, eine Kontrollzone entlang der ukrainisch- russische Grenze auszudehnen, in erster Linie nördlich von Charkiw.

Bisher sei es den russischen Truppen nicht gelungen, eine 20 Kilometer lange Pufferzone zu schaffen. Momentan sei diese Zone 4 bis 5 Kilometer lang.