Artem Lyssohor, Leiter der regionalen Militärverwaltung Luhansk
Wir haben 42 Tausend Anträge für beschädigte Wohnungen bearbeitet
05.12.2023 17:31

Das Interview mit dem Leiter der regionalen Militärverwaltung Luhansk wurde in Ukrinform am 1. Mai dieses Jahres veröffentlicht, und es wäre möglich, die Pause zu verlängern. Aber ein Krieg, vor allem ein so groß angelegter Krieg, bringt zu oft Veränderungen mit sich. Sobald sich die Gelegenheit ergab, wandte sich die Nachrichtenagentur also erneut an die Regionalverwaltung. Man hat uns nicht abgewiesen, und wir können sagen, dass das Gespräch recht offen war. In Anbetracht der Umstände des Krieges.

EINE VERWALTUNG OHNE TERRITORIUM, ABER MIT MENSCHEN

Als wir das erste Mal miteinander gesprochen haben, waren Sie seit zwei Wochen im Amt. Seitdem sind mehr als sechs Monate vergangen. Hat sich in dieser Zeit etwas an Ihrem Ansatz geändert?

Wissen Sie, ich kann nicht sagen, dass sich mein Ansatz geändert hat. Denn mein grundlegender Ansatz war und ist immer derselbe: eine grundlegende professionelle Lösung des Problems. Und eine rechtzeitige Lösung. Wenn es entsteht, muss es sofort gelöst werden. Natürlich nur, wenn die Situation es zulässt. Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir Entwicklungen erarbeiten, die dem Ministerkabinett und der Werchowna Rada vorgelegt werden können. Das ist das Allerwichtigste. Das ist die Aufgabe, die ich den Leitern der lokalen Verwaltungen und den Leitern aller Abteilungen der regionalen Verwaltung stelle. Und natürlich müssen wir als zusätzliche Belastung sowohl in den Zentren als auch mit den Binnenflüchtlingen arbeiten. In erster Linie müssen wir unseren Streitkräften der Ukraine helfen. Das sind die Hauptaufgaben.

Dann habe ich auch gefragt, ob Sie Ihr Team ändern würden. Nach der Website der Regionalverwaltung zu urteilen, sind die von ihrem Vorgänger ernannten Abgeordneten noch im Amt. Sind Sie mit ihrer Arbeit zufrieden, oder ist es schwierig, unter den derzeitigen Bedingungen die richtigen Fachleute zu finden?

Erstens gibt es einen Personalmangel. Aber das ist nicht der Hauptgrund, eine Person auf ihrem Posten zu behalten, wenn sie ihre Aufgaben nicht erfüllt. Und zweitens sind die Leiter mehrerer Abteilungen bereits ersetzt worden. Es gibt noch eine Reihe von Führungskräften, über deren Tätigkeit erst nach einem halben Jahr entschieden wird, wenn klar ist, wer was kann. Und die Hauptanforderung ist, unter extremen Bedingungen, sagen wir, in Abwesenheit des eigenen Territoriums, im ganzen Land zu arbeiten. Das ist die Grundlage für die Personalveränderungen. Bei einigen von ihnen läuft die Amtszeit aus, und es gibt einige, die wieder auf den Weg gebracht werden mussten. Aber die Arbeit geht weiter, und ich denke, dass das, was im Moment geschieht, eine gute Richtung einschlägt.

Als ich von der Ernennung eines Polizeibeamten zu diesem Posten erfahren habe, war ich zugegebenermaßen der Meinung, dass der neue Leiter der regionalen Militärverwaltung mit wirtschaftlichen Fragen nicht sehr vertraut sein würde. Dennoch erhalten wir ständig Meldungen: Hier war eine neue Einrichtung eröffnet, dort war etwas auf den Weg gebracht. Erzählen Sie uns bitte von Ihren Errungenschaften in diesem Bereich.

Wir haben nicht aufgehört zu arbeiten, und dass sind keine Errungenschaften ... Das ist unsere tägliche Arbeit. Wir haben zum Beispiel zwei modern ausgestattete Krankenhäuser eröffnet, eine Ambulanz eingerichtet und den Unterstand erweitert. Jetzt werden wir den Unterstand in Dnipro noch weiter ausbauen, denn wir haben bereits Verhandlungen mit unserem internationalen Partner geführt.

Außerdem haben wir mehrere große Projekte geplant, die mit Partnern verhandelt werden. Dazu gehören Bildungsprojekte: Wir haben unsere Kinder zu 70 Prozent mit Tablets und Lehrer mit Laptops ausgestattet. Es fehlt noch ein kleiner Teil, aber ich hoffe, dass wir dieses Programm bis Ende des Jahres oder im Januar zusammen mit der Regierung, Freiwilligen und internationalen Organisationen abschließen werden. Wir haben eine umfassende Sommererholungskampagne durchgeführt: Es gab viele Ausflüge, viele Kinder waren dank der internationalen Organisationen im Ausland, und viele waren von den Verwaltungen selbst organisiert.

DIE RUINEN IN STRASSEN UMWANDELN

Außerdem arbeiten wir weiter an der Rückeroberung, die ein sehr wichtiger Teil unserer Bemühungen ist. Denn wir müssen uns auf die Befreiung der Region vorbereiten, und Sie als Luhansker wissen und verstehen, dass der Feind enorme Schäden sowohl an unserer Straßen- als auch an unserer Gebäudeinfrastruktur angerichtet hat, einschließlich wichtiger Einrichtungen zur Versorgung mit Strom und Wasser. All dies und noch viel mehr muss mit enormem Aufwand wiederhergestellt werden. Wir haben Informationen veröffentlicht, dass Projekte im Wert von mehr als einer Milliarde Hrywnja vorbereitet werden. Wir arbeiten auch mit internationalen Partnern zusammen. Mit den internationalen Institutionen wird derzeit viel gearbeitet, auch um die materiellen und technischen Reserven wiederaufzufüllen, die im Jahr 2022 fast vollständig verlorengegangen sind. Ein Teil davon ist im Zuge der Feindseligkeiten verlorengegangen, ein großer Teil war für die Unterstützung unserer Streitkräfte ausgegeben. Deshalb sammeln wir jetzt Ressourcen, um die nachhaltige Arbeit zu gewährleisten, die nach der Rückeroberung geleistet werden muss. Dies ist auch der Schwerpunkt unserer Arbeit.

Was die internationale Unterstützung betrifft. Wir haben vor kurzem ein internationales Forum mit dem Namen Rebuild Ukraine veranstaltet, an dem auch Menschen aus Luhansk teilgenommen haben. Was hat man dort vereinbart, und wozu sind die Partner generell bereit? Werden sie Wohnungen und soziale Einrichtungen wiederaufbauen, oder ist jemand an unseren Unternehmen interessiert? Vor der groß angelegten russischen Invasion war Belgien aktiv an seinem Erbe in Lyssytschansk interessiert ...

Über Belgien und Lyssytschansk kann ich Ihnen keine definitive Antwort geben; die Belgier arbeiten dort an verschiedenen Optionen. Was Rebuild Ukraine betrifft, so handelt es sich um eine große internationale Plattform für die Entwicklung und Umsetzung von Wirtschaftsprojekten, die von Schulen bis hin zu großen Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen reichen ... Wir verhandeln auch mit einem Land, das wir noch nicht genannt haben, über die Wiederverwertung unserer zerstörten Betonstrukturen. Dabei geht es nicht nur darum, sie zu demontieren und auf Deponien zu bringen, sondern sie zu recyceln und für die Wiederherstellung von Straßen und den Bau von Versorgungseinrichtungen zu verwenden. Es ist über eine breite Palette von Projekten gesprochen worden, und das ist erst der Anfang. Es hat sich gelohnt, dorthin zu gehen. Der erste große Schritt war dort getan, um mit internationalen Gebern zusammenzuarbeiten. Denn wenn man keine großen Projekte skizziert und geplant hat, wenn es keinen klaren Weg gibt, werden die internationalen Partner nicht mitarbeiten wollen.

Man sollte mit vorgefertigten Dokumenten in die Verhandlungen gehen. Und genau das haben wir getan. Derzeit arbeiten wir weiter an der Entwicklung von Projekten. Der Feind macht alles kaputt, und wir müssen vieles wiederherstellen. Wir haben Memoranden unterzeichnet, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass jeder ausländische Fonds, jede ausländische Einrichtung neben der materielltechnische Unterstützung, die sie für das Funktionieren des Wirtschaftskomplexes leisten können, genau darauf achtet, wie ihre Mittel verwendet werden. Ihre Bedingung ist die Rückeroberung. Solche Foren dienen der Vorbereitung von Projekten, sodass sofort zusätzliche Finanzmittel beantragt und Projekte durchgeführt werden können. Und heute ist es wegen des starken feindlichen Beschusses unmöglich, in einem schmalen Streifen des zurückerobertes Gebiets Luhansk größere Arbeiten durchzuführen.

Ich finde es sehr interessant, von der Bereitschaft zu hören, Betonreste als Baumaterial zu recyceln. Sind ähnliche Technologien schon irgendwo anders auf der Welt eingesetzt worden?

Ja, es gibt solche Erfahrungen. Die beiden renommierten Firmen, mit denen wir verhandeln, verfügen über leistungsfähige Anlagen, die Stahlbetonprodukte vollständig zu Schotter verschiedener Formate recyceln, der sowohl für den Bau von Hauptverkehrsstraßen als auch für den Guss von Gebäudestrukturen unter Zugabe von chemischen Verbindungen, deren Formeln sie besitzen, verwendet werden kann. Wir sind an einer solchen Zusammenarbeit sehr interessiert, da es eine Menge Zerstörungen gibt. Eines der Projekte betrifft übrigens die Entsorgung und das Recycling von Hausmüll. Wir wissen, dass Deponien für die Entsorgung von Hausmüll und Bauschutt keine Lösung ist. Es ist nicht umweltfreundlich, es ist falsch und es ist unattraktiv für die Region.

ES IST ZU FRÜH, SICH VON DEN BERGWERKEN ZU VERABSCHIEDEN

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie sich die Region Luhansk wirtschaftlich und ökologisch entwickeln wird? Um es ganz offen zu sagen: Unsere Region ist eine Bergbauregion. Die Invasoren haben sich bemüht, die Ukraine von dem Problem der unrentablen Bergwerke zu befreien, die sich zu einem großen Teil in der Region Luhansk befinden. Aber was macht man mit dem giftigen Grubenwasser, wenn es an die Oberfläche kommt?

Was die Bergwerke betrifft, so sind sie in der Tat eines unserer größten Probleme. Wir arbeiten daran und auch an der Wasserreinigung, aber wir haben keinen Zugang zu dem Gebiet, und unsere Institute können das Ausmaß der Schäden nicht abschätzen und wissen nicht, was genau getan werden muss. Dies ist die offenste Frage für die Region, die zu großen Problemen führen kann. Es ist eine Sache, wenn das Wasser nur an die Oberfläche kommt, und es reicht aus, es zu filtern und in einige Gewässer zu leiten. Aber die starken Raketen- und Artillerieangriffe haben die Bergwerke beschädigt, so dass sie höchstwahrscheinlich verstärkt werden müssen. Und einige Bergwerke können vielleicht noch rentabel instand gesetzt werden. Dies ist ein sehr großer Komplex. Wir arbeiten mit den Regierungsbehörden zusammen, um herauszufinden, was mit den Bergwerken geschehen soll und wie die Umweltsicherheit gewährleistet werden kann.

Neben den Bergwerken gibt es noch eine ganze Reihe anderer Dinge, die sich auf die Umwelt auswirken können, einschließlich durch Überschwemmungen veränderter Flussbetten. Natürlich hat der Feind in den letzten zwei Jahren die Probleme der Umweltverschmutzung und der Emissionen, einschließlich der durch menschliche Aktivitäten verursachten, nicht angepackt und wird dies auch in Zukunft nicht tun. Auch hier wird es ein großes Arbeitspensum geben. In der Tat werden die Umweltfragen die allerersten sein.

Die zurückeroberten Gebiete. Haben die Schneestürme dort nicht eine Katastrophe verursacht?

Die Lage ist schwierig. Aber wir haben im Vorfeld Lebensmittelvorräte angelegt; auch der medizinische Bereich ist abgedeckt. Brennholz war rechtzeitig eingekauft, und das Militär und die Ordnungskräfte haben geholfen, es in die besonders betroffenen Häuser zu bringen. Unsere Ordnungskräfte sind zusammen mit den Mitarbeitern der Regionalverwaltung und freiwilligen Helfern weiterhin für unsere Bürgerinnen und Bürger unterwegs und leisten Hilfe. Wir befinden uns in ständiger Abstimmung mit der Region, und im Prinzip werden alle Bedürfnisse mit Hilfe der mobilen Polizeieinheiten und unserer Vertreter befriedigt. Im Moment gibt es hier keine kritischen Aspekte. Für den Fall, dass sich die Situation verschlimmert, sind Evakuierungsrouten vorbereitet. Für den Fall, dass einer der Bürger verletzt wird oder ein Trauma erleidet, haben wir eine Zusammenarbeit sowohl mit den Streitkräften als auch mit den Ordnungskräften der Region Luhansk eingerichtet, die sofort bereit sind, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

TOD DEN FEINDEN!

Nach Ihren Reden, auch in Ukrinform, zu urteilen, sind Sie mit der Situation in den besetzten Gebieten der Region gut vertraut. Was können Sie uns, ohne Ihre Quellen preiszugeben, über die Verbrechen der russischen Invasoren und ihrer lokalen Handlanger sagen? Ich meine die führenden Kollaborateure wie Leonid Passitschnyk oder Denys Miroschnytschenko (der Leiter des sogenannten „Volksrats der LPR“, — Anm. d. Verfasser).

Das größte Verbrechen, das sich dort derzeit abspielt, ist die Zwangsmobilisierung und Passportierung von Menschen. Sie werden in den Kampf gegen ihre eigenen Landsleute geschickt, ohne Rücksicht auf die Menschenrechte und internationale Abkommen. Was die von Ihnen erwähnten Verräter und eine Reihe anderer betrifft ... Ich habe von Anfang an gesagt, dass niemand Verräter braucht. Und wir können sehen, dass sie zu gegebener Zeit begannen, sich gegenseitig zu entmachten und ihre Einflusssphären aufzuteilen. Und Russland ist gekommen, um den Prozess zu vollenden.

Wissen Sie, was mit Igor Kornet passiert ist (dem „amtierenden Minister des Innenministeriums der LPR“, der am 15. Mai in einem Friseursalon in die Luft gesprengt wurde, — Anm. d. Red.)? Oder hat man wirklich Igor Plotnizkij vergiftet (der ehemalige Führer der LPR, der 2017 von Kornet gestürzt wurde, — Anm. d. Red.)?

Die Arbeit unserer Partisanen, unserer Sonderdienste, ist ihre Domäne, und ich kann nicht an ihrer Stelle antworten. Nach den Informationen, die wir erhalten, scheint Kornet am Leben zu sein, er sitzt zu Hause und geht nirgendwo hin. Aber es wird Vergeltung geben für das, was er getan hat. Was Plotnizkij betrifft, so weiß ich, was alle anderen wissen. Meiner Meinung nach ist er schon zu lange an der Macht. Ich habe es schon einmal gesagt und ich habe es immer gesagt: Die Russen werden diese „Republiken“ von ihren „Aktivisten“ säubern, und was die Russen nicht tun, das tun unsere Spezialdienste. Es gibt also keinen Grund, ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich stimme mit Ihnen völlig überein, aber unsere Leserinnen und Leser sind neugierig. Noch eine Frage: Im Dorf Sajzewe, Rajon Swatowe, gibt es entweder ein Lager oder eine Zone, in der russische „Verweigerer“ — also diejenigen, die sich geweigert haben, an den Kämpfen teilzunehmen — festgehalten werden. Wissen Sie etwas darüber?

Ich kann Ihnen sagen, dass es dort nicht nur ein solches Lager gibt. Es gibt ein Lager in Rossypne (im Rajon Swatowe), eines in der Nähe von Kreminna ... Einige werden geschlossen, andere werden eröffnet. Es gibt eine große Zahl von Ausbrechern, die nicht in den Kampf ziehen wollen. Es ist klar, dass sie unter verschiedenen Vorwänden fast mit vorgehaltener Waffe an die Front gezwungen werden. Wir haben wiederholt von russischen Kriegsgefangenen gehört, dass ihre Kommandeure hinter ihnen stehen und ihnen drohen, sie zu erschießen, wenn sie eine bestimmte Stellung nicht stürmen. Die Zahl der Sanitätslager hat sich verdreifacht. Aber die Zahl der Verwundeten bei den sogenannten „Fleisch“-Angriffen ist selbst für die Zahl der medizinischen Einrichtungen, die sich in der gesamten besetzten Region Luhansk befinden, exorbitant, und es gibt bereits Informationen über überfüllte Krankenhäuser in den Regionen Rostow und Kursk. Dazu gehören auch militärische Feldlazarette. Und diese Zahl der Verweigerer zeigt, dass es unter den Russen Menschen mit einem Rest von Verstand gibt, die verstehen, dass sie einfach in den Tod geschickt werden. Aber ich sage Ihnen ganz offen: Russland ist ein Land, das keine Wahl hat, und ich denke, dass diese Menschen mit allen Mitteln gezwungen werden, die irrsinnigen Aufgaben zu erfüllen, die ihnen die russische Führung stellt. Es würde mich daher nicht wundern, wenn diese Lager in Umschulungslager umgewandelt werden könnten. Aber auch das ist der Arbeitsbereich unserer Spezialdienste, unserer Streitkräfte, und wir haben in den letzten Monaten sehr gute Ergebnisse der „Einflussnahme“ der Streitkräfte auf solche Konzentrationsorte russischer Terrortruppen gesehen.

EINE BESSERE SICHT AUS DEM WELTRAUM

Letzte Frage. Es gibt Informationen, dass bestimmte Änderungen in der Sozialpolitik gegenüber Binnenvertriebenen geplant sind. Worauf sollten sie sich vorbereiten?

Änderungen in der Sozialpolitik für Binnenvertriebene liegen in der Zuständigkeit des Ministeriums für Reintegration. Wir arbeiten ständig mit diesem Ministerium zusammen und haben das Spektrum der Aktivitäten unserer für diese Personengruppe eingerichteten Zentren erweitert. Jetzt kann man dort sowohl medizinische als auch juristische Dienste in Anspruch nehmen, je nachdem, um welches Zentrum es sich handelt. Auch unsere Verwaltungsdienstleistungszentren waren ausgebaut. Sie bieten nun Beratung zu den dringendsten Problemen, wie z. B. der Entschädigung für beschädigte Wohnungen. Eine Entschließung des Ministerkabinetts ist schon bereit, in der all unsere Arbeit berücksichtigt worden ist. In der vorherigen Fassung waren die Vorschläge einer Fernstudie mit Zugang vor Ort nicht berücksichtigt worden. Es stimmt zwar, dass das Gebiet besetzt ist, aber die Satellitenerfassung kann den Menschen, die ihre Häuser verloren haben, helfen, das Ausmaß der Zerstörung festzustellen und auf dieser Grundlage eine Entschädigung durch den Staat zu erhalten; was in einigen Regionen bereits geschieht. Das Pilotprojekt ist nun in Melitopol gemäß der Entschließung angelaufen. Wir haben uns gemeinsam mit Melitopol, Mariupol und der regionalen Militärverwaltung Donezk mit einem Vorschlag zur Änderung der Entschließung an das Ministerkabinett gewandt. Auf der Grundlage unserer Vorschläge sind die Änderungen vorgenommen, und jetzt beginnen wir mit der Sondierung des Geländes, um die Gebäude am Boden zu identifizieren und zu lokalisieren. Sobald der entsprechende Algorithmus entwickelt ist und wir Anträge erhalten — wir haben 42.000 solcher Anträge bearbeitet — und wir Leitlinien für die Berechnung der Zahlungen erhalten, werden wir sofort mit den Zahlungen beginnen, wenn alles richtig gemacht wird.

Mychajlo Bublyk, Lyssytschansk

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