Humanitäre Energiehilfe aus Moldau auf dem Weg in die Ukraine
Heute soll ein Hilfspaket aus Moldau zur Bewältigung der Energiekrise in der Ukraine eintreffen. Es umfasst Generatoren, Feuerwehrausrüstung und Lebensmittel.
Dies gab heute der moldauische Premierminister Alexandru Munteanu im Anschluss an ein Treffen mit der ukrainischen Premierministerin Julia Swyrydenko bekannt, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.
„Letzte Woche haben wir in einer Regierungssitzung ein neues humanitäres Hilfspaket für die Ukraine beschlossen. Heute trifft eine Lieferung in Kyjiw ein, die Feuerwehrfahrzeuge, Stromgeneratoren, Schutzausrüstung, medizinische Waren und Lebensmittel enthält“, so Munteanu.
Er betonte außerdem, dass Moldau in vielen anderen Fragen weiterhin solidarisch mit der Ukraine bleibe. Insbesondere unterstütze unser Partner das Funktionieren des Schadensregisters und der internationalen Beschwerdekommission sowie die Einrichtung eines internationalen Sondertribunals zur russischen Aggression gegen die Ukraine.
„Wir bleiben weiter solidarisch in der Frage der illegal verschleppten und zwangsvertriebenen Kinder. Kinder dürfen nicht als Kriegsinstrument missbraucht werden. Alle ukrainischen Kinder müssen sicher zu ihren Familien zurückgebracht werden“, sagte der Regierungschef der Republik Moldau.
Er erinnerte zudem an die anhaltende Unterstützung für ukrainische Staatsbürger, die in seinem Land Zuflucht gefunden haben. Derzeit befinden sich über 130.000 von ihnen in der Republik, von denen 87.000 den Mechanismus für vorübergehenden Schutz in Anspruch nehmen, darunter 20.000 Kinder.
„Dieser Mechanismus ermöglicht ihnen den Zugang zum Bildungssystem, zur medizinischen Versorgung und zum Arbeitsmarkt. Ukrainer sind in der Republik Moldau willkommen. Sie fühlen sich hier wohl, und wir freuen uns, dass wir dies für jede bedürftige Familie tun können“, betonte Munteanu.
Wie berichtet, hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Minister für Sozialpolitik, Familie und Einheit, Denys Uljutin, beauftragt, ein Abkommen mit Moldau über die Zusammenarbeit bei der Rückführung unbegleiteter Kinder in ihr Herkunftsland zu unterzeichnen.
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