Russland verkündet Vorstoß in Region Sumy, um den Westen vom Zusammenbruch ukrainischer Front zu überzeugen - ISW
Der Kreml setzt seine „kognitive Kriegskampagne“ fort und nutzt kleinere grenzüberschreitende Angriffe in zuvor ruhigen Frontgebieten im Norden der Ukraine, um den Westen davon zu überzeugen, dass die Frontlinie in der Ukraine zusammenbricht.
Das geht aus einem Bericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor, meldet Ukrinform.
ISW-Analysten führen als Beispiel eine Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums vom 8. Februar, dass russische Truppen Sydoriwka (nordwestlich von Sumy) eingenommen hätten. Eine ähnliche Erklärung gab einer der russischen Militärkorrespondenten ab, der darauf hinwies, dass die Einnahme ein Versuch sei, eine „Pufferzone” im Norden der Region Sumy zu schaffen.
Das ISW hat jedoch keine visuellen Beweise gefunden, die die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums bestätigen würden. Sydoriwka liegt östlich von Komariwka, einem zuvor inaktiven Frontabschnitt, wo russische Truppen im Dezember 2025 grenzüberschreitende Angriffe gestartet haben.
Der Kreml möchte diese begrenzten grenzüberschreitenden Angriffe wahrscheinlich als neue groß angelegte russische Offensive darstellen, was das Narrativ des Kremls von einem unvermeidlichen militärischen Sieg Russlands in der Ukraine stärken würde. Dies könnte wiederum den Westen und die Ukraine dazu veranlassen, den Forderungen Russlands nachzugeben, da sie eine mögliche Verstärkung der russischen Offensive in der Zukunft befürchten, so die Analysten.
Dies könnte wiederum den Westen und die Ukraine zur Kapitulation vor den Forderungen Russlands drängen und vor einer möglichen Verstärkung der russischen Offensivoperationen in der Zukunft schrecken, so die Analysten.
Das russische Militärkommando plant für diesen Sommer eine groß angelegte Offensive im Süden und Osten der Ukraine, was zeigt, dass der Kreml kein Interesse daran hat, den Krieg in naher Zukunft zu beenden.