Russische Schattenflottentanker erhalten Warnung von 14 europäischen Ländern
Eine Gruppe von 14 europäischen Ländern hat eine offene Warnung an die Schattenflottentanker in der Ostsee und Nordsee ausgesprochen und damit die Risiken für Schiffe, die die Sicherheit auf See gefährden, verschärft.
Wie Ukrinform berichtet, meldete Bloomberg dies unter Berufung auf eine gemeinsame Erklärung von Anrainerstaaten der Seewege, darunter Schweden, Frankreich, Deutschland und Großbritannien.
Laut den Unterzeichnern dürfen die Schiffe nur unter der Flagge eines einzigen Staates fahren und müssen insbesondere über gültige Sicherheits- und Versicherungsdokumente verfügen.
Tanker, die dieser Anforderung nicht nachkommen, gelten als „Schiffe ohne staatliche Zugehörigkeit“.
Die sogenannte Schattenflotte ist eine Gruppe von etwa 1.500 Tankern, die russisches, iranisches und venezolanisches Öl weltweit transportieren.
Diese Schiffe sind in der Regel älter als reguläre Schiffe und nutzen häufig falsche Flaggen, um ohne Einhaltung internationaler Vorschriften einen legitimen Anschein zu erwecken.
Indem europäische Länder Tanker als „nicht im Besitz eines Staates befindliche Schiffe“ einstufen, könnten sie ihre Interventionsmöglichkeiten in deren Aktivitäten ausweiten.
Die Erklärung europäischer Länder formalisiert gewissermaßen Maßnahmen, die mehrere europäische Länder in den letzten Wochen ergriffen haben, und erhöht damit den Druck auf Schiffe, die für russische Ölexporte von entscheidender Bedeutung sind.
14 Länder haben Russland zudem der Einmischung in Satellitenpositionierungs- und Navigationssysteme beschuldigt, was die internationale Schifffahrt gefährdet.
Wie berichtet, gab der französische Präsident Emmanuel Macron am 22. Januar bekannt, dass die französische Marine einen nach Russland fahrenden und internationalen Sanktionen unterliegenden Öltanker beschlagnahmt habe.