Selenskyj im Élysée-Palast zum Treffen mit Macron angekommen

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist im Élysée-Palast in Paris eingetroffen, um den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu treffen.

Darüber berichtet die Korrespondentin von Ukrinform in Frankreich.

„Unsere Hauptbotschaft ist, zu zeigen, dass keine Krise, keine Entwicklung der Ereignisse unsere Aufmerksamkeit von der Ukraine ablenken wird und unsere Unterstützung von Frankreich als verlässlichen Partner unerschütterlich bleibt. Wer glaubt, der Krieg im Iran eröffne ihm ein Zeitfenster, irrt sich, er wird diesen geopolitischen Kontext nicht für sich nutzen können“, erklärte das französische Präsidialamt zum Zweck des Besuchs.

Es berichtete, die beiden Staatschefs würden drei zentrale Themenbereiche erörtern: die weitere Unterstützung für die Ukraine, den verstärkten Druck auf Russland und die Vorwärtsbewegung hin zu einem gerechten und dauerhaften Frieden mit Sicherheitsgarantien.

„Im ersten Themenbereich wird es insbesondere um die Freigabe des EU-Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro, die Energiehilfe für die Ukraine und die Fortsetzung der französisch-ukrainischen Verteidigungszusammenarbeit mit besonderem Fokus auf Drohnen gehen“, erklärte der Élysée-Palast.

Die Parteien werden gesondert die Arbeit am 20. Sanktionspaket gegen Russland, den Kampf gegen dessen Schattenflotte sowie die Bemühungen innerhalb der Koalition der Willigen um die Herbeiführung eines gerechten Friedens mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine besprechen.

Im Anschluss an das Treffen zwischen Selenskyj und Macron sind eine gemeinsame Pressekonferenz und ein Arbeitsessen geplant. Später, am Freitag, wird der ukrainische Präsident zudem an einer Diskussion mit Studierenden der Pariser Hochschule Sciences Po (Institut für Politikwissenschaft) teilnehmen.

Wie berichtet, ist dies bereits der zwölfte Besuch des ukrainischen Präsidenten in Frankreich seit Beginn des umfassenden russischen Einfalls im Februar 2022.

Am Vorabend besuchte Selenskyj Rumänien, wo er unter anderem eine Erklärung zur strategischen Partnerschaft mit Präsident Nicușor Dan sowie weitere Dokumente unterzeichnete.

Foto: Lidia Taran, Ukrinform