Spanien übergibt an Ukraine Lanza LTR-25-Radar

Spanien wird das taktische Frühwarnradar Lanza LTR-25 des Herstellers Indra an die Ukraine liefern.

Wie Ukrinform berichtet, entnimmt man das der Website des spanischen Ministerrats.

Der spanische Ministerrat hat einen Vertragsentwurf für die Produktion und Lieferung des taktischen Langstreckenradars sowie dessen logistische Unterstützung genehmigt.

Ziel des Projekts ist die Produktion und Lieferung des LTR-25-Radars inklusive der dazugehörigen logistischen Unterstützung. Dies soll zu Bemühungen der Alliierten zur Unterstützung der Ukraine durch die Stärkung ihrer Luftverteidigungskapazitäten beitragen.

Der geschätzte Wert des Vertrags beträgt 37 Millionen Euro. Er gilt ab dem Datum seiner Unterzeichnung bis zum 31. Dezember 2026 und kann nicht verlängert werden.

Das Lanza LTR-25 ist eine mobile Drei-Koordinaten-Radarstation, die auch unter schwierigen Bedingungen der elektronischen Kampfführung eingesetzt werden kann. Der Hauptvorteil des Systems liegt in seiner Fähigkeit, nicht nur Flugzeuge, sondern auch kleine Objekte mit geringer Reflexionsfläche, darunter Drohnen und Marschflugkörper, zu erkennen und zu verfolgen.

Die Station lässt sich problemlos mit C-130-Transportflugzeugen oder Lkw transportieren, was schnelle Positionswechsel und die Vermeidung von Attacken ermöglicht.

Die Erfassungsreichweite von Luftzielen beträgt über 450 km. Die Kombination des Radars mit dem allgemeinen Nato-Luftverteidigungssystem ermöglicht die Übermittlung von Zielkoordinaten an die Luftverteidigungsberechnungen.

Wie berichtet, nahm Wolodymyr Selenskyj in Madrid an einem spanisch-ukrainischen Technologietreffen zur Entwicklung der Verteidigungszusammenarbeit teil. Das Treffen fand im Unternehmen Indra Group unter Beteiligung der spanischen Verteidigungsministerin Margarita Robles statt.

Foto: Infodefensa.com/Indra