Initiative auf dem Schlachtfeld liegt bei der Ukraine – Vorsitzender des Nato-Militärausschusses
Die Initiative auf dem Schlachtfeld im Krieg Russlands gegen die Ukraine liegt derzeit bei den ukrainischen Streitkräften, die schrittweise kleinere Gebiete zurückerobern.
Dies erklärte Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des Nato-Militärausschusses, gegenüber Ukrinform am Rande der Berliner Sicherheitskonferenz.
„Wie mir berichtet wurde, entwickelt sich die Lage an Land für die Ukraine positiv, wenn auch langsam“, kommentierte der Admiral auf die Frage nach seiner Einschätzung der Lage auf dem Schlachtfeld.
Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit von Verhandlungen und einer Einstellung der Kampfhandlungen. Die Ukraine sei dazu bereit, Russland müsse jedoch noch überzeugt werden.
„Alle Beteiligten sind sehr daran interessiert, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und die Kämpfe zu beenden. Ich denke, die Ukraine ist dazu bereit. Ich denke, Russland muss noch überzeugt werden. Aber das ist der einzige nächste Schritt, den wir versuchen können“, sagte Dragone.
Auf die Frage, wer derzeit die Initiative auf dem Schlachtfeld hat, Russland oder die Ukraine, antwortete der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses eindeutig.
„Unseren Informationen zufolge liegt die Initiative bei der Ukraine. Sie erobert kleinere Gebiete zurück, aber das ist keine russische, sondern eine ukrainische Initiative“, so der Admiral.
Auf die Frage, was die Ukraine militärisch am dringendsten benötige, um die Lage zu verändern, nannte der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses als Erstes Luftverteidigung und Abfangraketen.
„An erster Stelle stehen Luftverteidigung und Abfangraketen“, betonte er.
Laut dem Admiral unternimmt die Nato gemeinsam mit den Mitgliedstaaten größte Anstrengungen, um die Ukraine noch vor dem Winter mit den notwendigen Mitteln auszustatten.
„Die Nato unternimmt gemeinsam mit allen Mitgliedstaaten größte Anstrengungen, um die Ukraine noch vor dem Winter zu versorgen“, sagte Cavo Dragone.
Wie berichtet fügten die ukrainischen Verteidigungskräfte der russischen Armee im Oktober 2026 Rekordverluste im gesamten Krieg zu und befreiten 96,2 Quadratkilometer ukrainisches Territorium – 10,4 Quadratkilometer mehr, als der Feind in diesem Zeitraum erobern konnte.
Nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine wurden zum heutigen Stand 1.597010 (+2180 zum Vortag) Invasoren getötet und verletzt.
Die Streitkräfte der Ukraine zerstörten außerdem seit Beginn des Angriffskrieges 12.453 (+1) Kampfpanzer, 25.640 (+7) gepanzerte Kampffahrzeuge, 51.879 (+39) Artilleriesysteme, 2.252 (+0) Mehrfachraketenwerfer, 1.733 (+2) Luftabwehrsysteme, 452 (+0) Flugzeuge, 356 (+0) Hubschrauber, 169.881 (+408) Kraftfahrzeuge und Tanks mit Treib- und Schmierstoffen, 35 (+0) Schiffe/Boote, 2 (+0) U-Boote, 595.058 (+1104) operativ-taktische Drohnen, 4.871 (+4) spezielle Fahrzeuge, 3.072 (+5) Bodenrobotersysteme. 5.192 (+52) Marschflugkörper wurden abgeschossen.
Die Angaben werden ständig aktualisiert. Die Berechnung wird durch die hohe Intensität der Kampfhandlungen erschwert.