Drohnen attackieren Russlands größtes Gasförderzentrum 3.000 km von ukrainischer Grenze entfernt

Am 9. September griffen ukrainische Drohnen erstmals Russlands wichtigste Gasförderregion, den Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen, an.

Darüber berichtete The Moscow Times, wie Ukrinform meldet.

Der Gouverneur des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen, Dmitri Artjuchow, erklärte, eine Industrieanlage in Nowy Urengoi sei getroffen worden. Laut seinen Angaben sei „durch herabfallende Drohnenteile ein Brand ausgebrochen“, es habe aber keine Verletzten gegeben.

Später erklärte der Bevollmächtigte des russischen Präsidenten im Föderationskreis Ural, Artem Schoga, dass Drohnen der ukrainischen Streitkräfte erstmals den arktischen Teil des Föderationskreises Ural angegriffen hätten: Auf dem Gelände einer Anlage des Brennstoff- und Energiekomplexes im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen sei ein Feuer ausgebrochen, und das Personal sei vorsorglich evakuiert worden.

Laut ukrainischen Monitoring-Telegramkanälen handelt es sich um die Kondensataufbereitungsanlage Nowourengoi für den Transport, die zu Gazprom gehört und eine Kapazität von 19,5 Millionen Tonnen pro Jahr hat.

Nach Angaben des russischen Energieministeriums ist der Autonome Kreis der Jamal-Nenzen das größte Zentrum für Kohlenwasserstoff-Rohstoffe in Russland. Rund 57 Prozent der Erdgasreserven und mehr als 13 Prozent der Erdölreserven des Landes konzentrieren sich hier. Auf diese Region entfallen etwa 80 Prozent der Erdgasproduktion. Laut Rosstat wurden 2025 in Russland 662,652 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert, davon 527,441 Milliarden Kubikmeter im Föderationskreis Ural, hauptsächlich im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen.

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