Russen werfen fünf Gleitbomben auf Kramatorsk ab – vier Zivilisten verletzt
In der Region Donezk warf die russische Besatzungsarmee fünf FAB-250-Gleitbomben auf die Stadt Kramatorsk ab und verletzte dabei vier Zivilisten.
Dies teilte die Staatsanwaltschaft der Region Donezk bei Telegram mit.
„Am 9. September 2026 um 10:17 Uhr griffen russische Truppen Kramatorsk an. Die Besatzer verübten einen Angriff mit fünf FAB-250-Bomben mit UMPK“, heißt es.
Demnach wurden drei Frauen im Alter von 59, 70 und 74 Jahren sowie ein 72-jähriger Mann durch Einschläge verletzt. Die Verletzten werden medizinisch versorgt.
27 Privathäuser und ein Auto wurden beschädigt.
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Bezirks Kramatorsk wurde ein Vorverfahren wegen des Kriegsverbrechens (Artikel 438 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches) eingeleitet.
Am 8. September befeuerten russische Truppen innerhalb von 24 Stunden 973 Mal die Region Donezk und zerstörten dabei 105 zivile Objekte.
Wie berichtet steht die Region Donezk unter ständigem Beschuss russischer Besatzungstruppen, der Aggressor tötet und verletzt Bürger und zerstört Häuser, Betriebe sowie Energie-, Gas- und andere Infrastruktureinrichtungen. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen. Die Region Donezk weist mit rund 300 km die längste Frontlinie auf.
Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“ wurden nach aktualisierten Angaben (Stand 19.08.2026) aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.425.000 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder mehr als 213.000 und rund 47.500 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben etwa 108.400 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region, darunter etwa 5.500 Kinder.
In der Region Donezk (es sind 19 Gemeinden) befinden sich derzeit noch 11.000 Zivilisten im Gebiet aktiver Kampfhandlungen, und keine Kinder mehr.
Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.
Städte wie Pokrowsk, Kostjantyniwka, Druschkiwka, Slowjansk, Tschassiw Jat sind derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein. Verteidigungskräfte liquidieren sie. Der Feind hat große Verluste an Personal und Wehrtechnik.
Foto: Staatsanwaltschaft Donezk