Ukraine an Erhöhung von Umschlagkapazitäten der Donauhäfen interessiert
Infolge russischer Angriffe sei die Zahl der Schiffe, welche die Häfen von Odessa anlaufen, zurückgegangen, jedoch funktionieren sie weiter. Gleichzeitig werde mit Rumänien zu einer Erhöhung von Umschlagkapazitäten der Donauhäfen verhandelt, sagte der stellvertretende Minister für Wiederaufbau, Infrastruktur und Verkehr, Serjij Derkatsch, gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform.
Der Güterverkehr könne zudem per Schiene und per Straße abgewickelt werden. Von einer Krise könne also momentan keine Rede sein, betonte er. Was den Weizenexport angeht, so werden derzeit Vorräte aus dem Vorjahr ausgeführt. Man solle noch mit den Agrariern verhandeln, aber momentan bestehe es keine dringende Notwendigkeit, jetzt die diesjährige Ernte auszuführen, so Derkatsch.
Das russische Militär hat im Juli seine Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur und Frachter verstärkt. Doch der ukrainische Seekorridor funktioniert weiter. Seit Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 wurden über den Seekorridor insgesamt mehr als 200 Millionen Tonnen Güter, davon 120 Millionen Tonnen Getreide transportiert.