Mehr als 200 zivile Schiffe seit Kriegsbeginn durch russische Angriffe beschädigt

Seit Kriegsbeginn seien mehr als 200 russische Angriffe auf zivile Schiffe dokumentiert worden, 70 davon – in diesem Jahr, sagte der Vize-Ministerpräsident der Ukraine, Oleksiy Kuleba, in seiner Rede auf der 137. Tagung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO).

„Ich habe die internationale Seeschifffahrts- Gemeinschaft aufgerufen, die Dinge beim rechten Namen zu nennen: Attacken auf zivile Schiffe, Hafeninfrastruktur und Seeleute sind keine „Vorfälle“ oder „Risiken für die Schifffahrt“. Das sind Akte der Aggression der Russischen Föderation. Seit Beginn der großangelegten Invasion wurden 264 zivile Objekte, mehr als 960 Objekte der Hafeninfrastruktur beschädigt oder zerstört sowie mehr als 200 zivile Schiffe angegriffen“, schreibt er auf Telegram.

In den letzten Wochen nahm das russische Militär gezielt Handelsschiffe und sogar ukrainische Such- und Rettungsschiffe während der humanitären Missionen zur Rettung ziviler Seeleute ins Visier.  

Kuleba erinnerte daran, dass alle Seehäfen in den besetzten Gebieten gemäß  der ukrainischen Gesetzgebung und dem Internationalen Seerecht geschlossen seien. Dabei nutze Russland diese Häfen zur illegalen Ausfuhr ukrainischer Ressourcen sowie zur Versorgung seiner Armee.   

Der ukrainische Vize- Regierungschef forderte erneut den Ausschluss des Aggressorstaates Russland aus der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO).