CNN: Kyjiws Strategie der Überlastung der russischen Flugabwehr zeigt Wirkung

Ukrainische Angriffe auf Objekte in der Moskauer Region zeugen davon, dass Kyjiws Strategie der Überlastung der russischen Flugabwehr durch Drohnenschwärme ihre Wirkung zeige, wie CNN berichtet.

Ein Forscher am Stockholm International Peace Research Institute, Markus Schiller, wies auf eine chaotische Reaktion russischer Militärs sowie Einschläge russischer Flugabwehrraketen in Ölanlagen in Moskau hin und betonte, dass alte russische Flugabwehrsysteme auch zuvor „nicht zu 100 % zuverlässig waren", während die Ukraine ihre Angriffsfähigkeiten seit Jahren kontinuierlich verbesserte.

Ein Video, das das Abfeuern von schultergestützen Luftverteidigungssystemen (MANPADS) auf einer stark befahrenen Autobahn festhält, zeigte eine „hastige, improvisierte und ehrlich gesagt unprofessionelle Reaktion auf den Angriff“, sagt Stu Ray, leitender Analyst bei McKenzie Intelligence Services. Das Ausbleinen von Verkehrskontrolle und der Einsatz militärischer Ausrüstung in unmittelbarer Nähe an zivilen Fahrzeugen und Passanten sei ein weiterer Beweis dafür.

Außerdem waren Russlands Luftverteidigungssysteme nicht darauf ausgelegt, Drohnenangriffe zu bekämpfen. Sie wurden laut Thomas Withington, einem Forscher am in London ansässigen Royal United Services Institute, dafür entwickelt, konventionelle Militärflugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper abzuschießen.

Andauernde ukrainische Drohnenangriffe geben auch den Anlass anzunehmen, dass Russland bald mit einem Mangel an Flugabwehrraketen konfrontiert werden kann.  

Die Ukraine hat seit Jahren auch Luftverteidigungssysteme selbst sowie Radarstationen ins Visier genommen, um Russlands Verteidigungsfähigkeiten zu schwächen.  Die ukrainischen Streitkräfte behaupten, seit Jahresbeginn 166 russische "Elemente der Flugabwehrsysteme" und seit Beginn der groß angelegten Invasion im Jahr 2022 mehr als 1.432 zerstört zu haben.