Syrskyj: Ukraine geht zu einer asymmetrischen Strategie der Kriegsführung über

Um der zahlenmäßig überlegenen russischen Armee widerstehen zu können und gleichzeitig eigene Reserven zu schonen, gehe die ukrainische Armee zu einer asymmetrischen Strategie der Kriegsführung über, sagte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Olexandr Syrskyj, bei einer Sitzung des Militärausschusses der Europäischen Union (EUMC).

Die Situation an der Front bleibe demnach schwierig, trotzdem hätten die ukrainischen Streitkräfte nach den Ergebnissen des Vorjahres und der Frühjahrsmonate den Gegner daran gehindert, die strategischen Ziele seiner sogenannten militärischen Spezialoperation zu erreichen.

„Vor dem Hintergrund der beschränkten Ressourcen versuchen wir, von einem Abnutzungskrieg zu einer asymmetrischen Strategie zu übergehen, um dem zahlenmäßig überlegenen Gegner widerstehen zu können. Unsere Hauptaufgaben sind es - den Vormarsch des Feindes zu stoppen und effektive Gegenangriffe durchzuführen, Ziele in russischem Hinterland zu erreichen sowie unseren Himmel zu schützen", schreibt Syrskyj auf Facebook.   

Einen beträchtlichen Teil der Verluste werde durch die ukrainischen Drohnentruppen zugefügt. Ein Drohnenteam eliminiere circa 15 russische Soldaten im Durschnitt monatlich. 

Der Armeechef betonte auf der Wichtigkeit der Gründung einer Drohnenallianz zwischen  der Ukraine und der EU, welche es ermöglichen solle, gemeinsame Produktionskapazitäten auszubauen.

Er danke den europäischen Kollegen für die Unterstützung bei der Abwehr der russischen Aggression.

„Die ukrainische Armee verteidigt faktisch die Ostflanke Europas. Mit gemeinsamen Kräften stärken wir die Sicherheit des ganzen Kontinents und legen das Fundament für eine stabile und friedliche Zukunft Europas“, betonte Syrskyj.