Putin und Lukaschenko starten Übung zum möglichen Einsatz von Atomwaffen

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Der selbsternannte Präsident von Belarus Alexandr Lukaschenko und der Kremlchef Wladimir Putin sowie Vertreter der Generalstäbe und der Verteidigungsministerien beider Länder sind per Videokonferenz zusammengekommen, um eine gemeinsame Übung zum möglichen Einsatz von Atomwaffen zu starten, wie die belarussische Nachrichtenagentur BELTA berichtet.

Laut Lukaschenko würden gemeinsame Übungen jedes Quartal durchgeführt. Die Beteiligung der beiden Präsidenten sei im Winter abgestimmt worden. 

Russland und Belarus würden demnach niemandem drohen. „Aber wir verfügen über solche Waffen und sind bereit, unsere gemeinsame Heimat von Brest bis zu Wladiwostok zu verteidigen. Wenn wir  etwas in der Hand haben, müssen wir damit umgehen können“, so Lukaschenko.   

Die russische und belarussische Propaganda sprechen vom „Schutz der Souveränität“ vor dem Hintegrund angeblicher „Bedrohungen“ seitens der NATO und der Ukraine. 

Laut dem belarussischen Verteidigungsministerium  handele es sich um ein Manöver auf belarussischem Boden zum Transport von Atomwaffen und zur Vorbereitung auf deren Einsatz. An der Übung nehmen Luftstreitkräfte und Raketenverbände teil.

Wie das ukrainische Außenministerium erklärte, stellen die Stationierung russischer taktischer Atomwaffen in Belarus sowie gemeinsame Übungen der beiden Diktaturen zum Kampfeinsatz von Atomwaffen eine präzedenzlose Herausforderung für die globale Sicherheitsarchitektur dar.