Seit Beginn des Krieges sind 17.400 Zivilisten durch russische Angriffe umgekommen – Generalstaatsanwaltschaft

Seit Beginn der umfassenden Invasion sind mehr als 17.400 Zivilisten durch russische Angriffe getötet worden.

Dies gab vor Journalisten Jurij Rud, Leiter der Abteilung zur Bekämpfung von Verbrechen in bewaffneten Konflikten der Generalstaatsanwaltschaft, am Rande der Konferenz „Vereint für Gerechtigkeit. Verantwortung für Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung“.

„Mehr als 17.400 Zivilisten sind während der umfassenden Invasion ums Leben gekommen, und mehr als 43.000 Menschen sind verletzt worden“, sagte er.

Rud fügte auch hinzu, dass mehr als 700 ukrainische Kinder im Krieg getötet und mehr als 2.400 verletzt worden seien.

Bezüglich der Zerstörung der Infrastruktur berichtete der Staatsanwalt, dass die Russen während der umfassenden Invasion insgesamt mehr als 320.000 zivile Infrastruktureinrichtungen zerstört oder beschädigt haben. Darunter 86.000 Wohngebäude, mehr als 5.000 Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, mehr als 1.400 medizinische Einrichtungen, mehr als 900 Kultur- und mehr als 330 religiöse Gebäude.

Russische Besatzungstruppen haben zum Stand vom 06. Mai 2026 nach offiziellen Angaben des Amts der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine schon 701 Kinder in der Ukraine getötet und 2.498 verletzt.

Diese Angaben sind nicht endgültig, da daran gearbeitet wird, sie an Orten aktiver Kampfhandlungen und in vorläufig vom Feind besetzten und befreiten Gebieten zu prüfen.

Wie berichtet befinden sich nach Schätzungen ukrainischer Menschenrechtsaktivisten bis zu 1,6 Millionen ukrainische Kinder unter russischer Kontrolle. Sie wurden entweder in die Russische Föderation verschleppt oder sind gezwungen, in vorläufig besetzten Gebieten zu leben.

Tägliche Bomben- und Raketenangriffe und Beschießungen der russischen Armee führten zur Beschädigung von zahlreichen Bildungseinrichtungen. Viele von ihnen wurden komplett zerstört. Am schlimmsten ist die Lage in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk, Charkiw, Mykolajiw, Sumy, Kyjiw, Cherson, Schytomyr, Saporischschja, Tschernihiw.

Beschädigt sind auch zahlreiche Einrichtungen für Kinder: Krankenhäuser, Musikschulen, Sport- und Rehabilitationseinrichtungen, Jugendzentren, Bibliotheken.

Das Büro des Generalstaatsanwalts erinnert daran, dass Informationen über Kriegsverbrechen gegen Kinder gemeldet werden können: warcrimes.gov.ua und per Telefon: +380961004438, +380683235856. Mehr Informationen unter: childrenofwar.gov.ua. Das Beratungszentrum des Beauftragten der Werchowna Rada der Ukraine für Menschenrechte: 0800-50-17-20 (für Anrufe innerhalb der Ukraine), 044-299-74-08 (für Anrufe aus dem Ausland).

Das Gesundheitsministerium sammelt Informationen über Kinder, die während des Krieges mit Russland verletzt wurden. Die gesammelten Daten werden an das Büro des Präsidenten und einen speziellen Fonds übermittelt, der Eltern oder Erziehungsberechtigten finanzielle Unterstützung für die Behandlung oder Rehabilitation des Kindes leisten wird.