Über 140 Beschüsse an der Front und 10 Angriffe: Selenskyj spricht von Russlands Bruch des Waffenstillstands
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf Telegram, dass zum Stand vom Freitag, dem 8. April, 7 Uhr morgens, die Stellungen an der Front über 140 Mal beschossen und 10 Angriffe registriert wurden. Die Russen sollen ihm zufolge über 850 Angriffe mit Drohnen verschiedener Typen verübt haben.
„Letzte Nacht setzte die russische Armee ihre Angriffe auf ukrainische Stellungen fort. Zum Stand von 7 Uhr morgens sind über 140 Beschüsse der Stellungen an der Front registriert worden“, heißt es.
Die Russen stürmten in dieser Nacht 10 Mal, und am meisten in Richtung Slowjansk. Sie verübten außerdem über 850 Angriffe mit Drohnen verschiedener Typen: FPV, Lancet und anderen. Auch Kampfdrohnen kamen zum Einsatz. Auch der Einsatz von Aufklärungsdrohnen über den Frontgemeinden hörte nicht auf.
„All das zeigt deutlich, dass es von russischer Seite nicht einmal einen imitativen Versuch gab, das Feuer an der Front einzustellen. Wie schon gestern wird die Ukraine auch heute spiegelbildlich handeln. Wir werden unsere Stellungen und das Leben unserer Leute schützen. Russland muss seinen Krieg beenden, und jeder wird dies bemerken, sobald die Bewegung hin zum Frieden beginnt“, betonte Selenskyj.
Wie berichtet, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am 29. April in einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump Russlands Bereitschaft, am 9. Mai einen Waffenstillstand zu verkünden.
Wolodymyr Selenskyj erklärte später, die Ukraine habe trotz Äußerungen in sozialen Netzwerken keine offiziellen Signale Russlands bezüglich einer Einstellung der Kampfhandlungen erhalten. Dennoch verhängte Kyjiw ab dem 6. Mai eine Waffenruhe und forderte Moskau auf, von der Rhetorik zu konkreten Schritten überzugehen.