Sanktionen sollten sich auch auf Russlands Atomindustrie ausweiten – Selenskyj
Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte heute während der Internationalen Tschornobyl-Konferenz für Wiederaufbau und nukleare Sicherheit, dass die Sanktionen gegen Russland auch auf dessen Atomindustrie erweitert werden sollten.
Darüber berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.
„Der prinzipielle Punkt ist, dass sich die internationalen Sanktionen auch auf die russische Atomindustrie und alle damit verbundenen juristischen Personen und Einzelpersonen ausweiten müssen. Wir müssen klar darüber reden, dass nur ukrainische Kontrolle, nur ukrainische Fachkräfte und ukrainische Sicherheitsprotokolle garantieren können, dass es im Atomkraftwerk Saporischschja keine Strahlungsprobleme geben wird“, erklärte das ukrainische Staatsoberhaupt.
Selenskyj betonte, dass die Sanktionen gegen Russland nicht einfach fortgesetzt, sondern so wirken müssen, dass Moskau keine Zeit habe, sich daran anzupassen.
„Ich bin der Europäischen Union dankbar, dass das 20. Sanktionspaket endlich freigegeben worden ist und in Kraft treten wird. Wir danken jedem Land, das seine nationalen Sanktionsregime verstärken. Das wird uns wirklich helfen“, sagte er.
Das Staatsoberhaupt betonte die Notwendigkeit, die ukrainische Luftverteidigung und die Fähigkeiten zur Langstreckeneinsätze kontinuierlich zu stärken: „Das ist nicht nur der Schutz unserer Leute und unserer Infrastruktur, insbesondere der Anlagen in Tschornobyl. Es hilft uns auch, in Russland das Gefühl zu erzeugen, dass sie diesen Krieg beenden müssen.“