Besatzer verlangen von Universitäten in besetzten Gebieten mindestens 2 Prozent ihrer Studierenden zum Wehrdienst in russischer Armee
Die Leiter der Hochschulen in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine wurden verpflichtet, mindestens 2 Prozent ihrer Studierenden zum Wehrdienst in der russischen Armee zu schicken.
Wie Ukrinform berichtet, meldete das die Widerstandsbewegung „Schowta Stritschka“ (Gelbes Band – deu.) auf Telegram.
„Die Besatzungsbehörden fordern, dass mindestens 2 Prozent der Studierenden jeder Bildungseinrichtung einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnen“, heißt es in der Nachricht.
An der Nationalen Technischen Universität Donezk hat die entsprechende Agitation bereits begonnen. Vertreter der Verwaltung und Dozenten werden dazu herangezogen und sie versprechen den Interessenten Vorteile – eine Versetzung vom entgeltpflichtigen Studium zum Studium für Staatsmittel oder einen „erleichterten“ Erhalt des Diploms nach dem Wehrdienst.
Gleichzeitig wird der Universitätsleitung direkt mit Entlassung gedroht, falls die Vorgaben nicht erfüllt werden.
„Unter dem Deckmantel eines „freiwilligen Vertrags“ zwingen die Besatzer praktisch junge Menschen aus den vorübergehend besetzten Gebieten in den Krieg“, so die Widerstandsbewegung.
Früher gab es eine Meldung, die Russen hätten ab dem 1. April mit der ersten Wehrpflichtkampagne nach dem Gesetz zur „ganzjährigen Wehrpflicht“ in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine begonnen.
Foto: Hauptverwaltung für Militärnachrichtendienst (HUR) des Verteidigungsministeriums der Ukraine