Russen haben seit Jahresbeginn über 180 Mal Hafeninfrastruktur in Odessa und Tschornomorsk angegriffen – Kuleba
Russische Besatzungstruppen haben seit Jahresbeginn bereits über 180 Mal die Hafeninfrastruktur in Odessa und Tschornomorsk angegriffen.
Darüber schrieb auf Facebook der Vize-Ministerpräsident für Wiederaufbau und Minister für Gemeinde- und Gebietsentwicklung der Ukraine, Oleksij Kuleba, nach seiner Dienstreise in die Region Odessa.
Eines der Hauptthemen des Treffens mit lokalen Geschäftsleuten und Journalisten waren die Funktionsfähigkeit der Häfen, die Sicherheit und die Anwerbung von Investitionen.
Kuleba betonte: „Für die Region Odessa ist das von strategischer Bedeutung: Häfen sind Logistik, Wirtschaft und Stabilität des Landes.“
„Trotz des Krieges besteht weiterhin Interesse von Investoren am Schwarzmeerhafen. Das öffentlich-private Partnerschaftsprojekt befindet sich bereits in der Etappe der Prüfung von Anträgen. Und wichtig ist, dass die Ukraine ein klares Signal vom internationalen Markt erhält: Unsere Infrastrukturanlagen sind selbst unter diesen Umständen weiter gefragt. Insbesondere in der Region Odessa bereiten wir mindestens vier große Infrastrukturprojekte vor. Das ist ein Schlüsselelement für den künftigen Wiederaufbau der Ukraine und ihre Integration in internationale Logistikrouten“, postete Kuleba.
Der Vize-Premierminister betonte, dass die Intensität der Angriffe auf die Hafeninfrastruktur von Odessa und Tschornomorsk 2026 zugenommen habe: Waren es im gesamten Jahr 2025 etwa 150 Angriffe gewesen, so sind es nun mehr als 180. Die Russen verüben massive Angriffe und erhöhen die Anzahl ihrer Drohnen.
„Wir verstärken den Schutz: Wir erhöhen die Anzahl der mobilen Feuergruppen, stocken die Besatzungen der Drohnenabwehrsysteme auf, intensivieren die elektronische Kampfführung und die Koordination mit dem Militär. Prozentual gesehen hat sich die Abschussquote bereits um 25–35 Prozent erhöht“, erklärte Kuleba.
Er betonte: „Parallel dazu arbeiten wir an der Effizienz der Häfen: Die Aufgaben der Hafenbetreiber bestehen darin, Leistungsausfallzeiten und die Abfertigungszeiten zu reduzieren sowie das Umschlagvolumen zu erhöhen. Das ist entscheidend für Wirtschaft und Unternehmen.“
Wie berichtet wurden in der Nacht zum 20. März zwei zivile Schiffe in der Region Odessa durch einen Angriff russischer Drohnen beschädigt. Zwei Personen wurden verletzt.
Am 24. Februar 2022 erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion in die Ukraine, eine sogenannte „Spezialmilitäroperation“. In der Ukraine wurde der Verteidigungszustand verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Russische Truppen beschießen und zerstören seither wichtige Objekte der kritischen Infrastruktur, befeuern massiv die Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Raketenwerfern, ballistischen Raketen und anderen tödlichen Waffen. Das Land wehrt sich heldenhaft gegen die Eindringlinge und unternimmt Gegenoffensiven.
Russland hat Teile der Regionen Donezk, Luhank, Saporischschja und Cherson vorläufig besetzt.
Die Europäische Union (EU), die USA und andere Länder haben harte Sanktionen gegen das Aggressor-Land verhängt.
Die ukrainischen Streitkräfte führen eine Militäroperation in der russischen Region Kursk weiter durch.
Im März 2025 wurde in Dschidda (Saudi-Arabien) ein erster Impuls für Friedensgespräche gegeben und ein Treffen der US-amerikanischen und ukrainischen Delegationen abgehalten. Die Parteien gaben im Anschluss an die Ergebnisse des Treffens eine gemeinsame Erklärung ab.
Aus dem Dokument ging insbesondere hervor, dass die Ukraine ihre Bereitschaft bekundet hat, den US-Vorschlag zur sofortigen vorläufigen Feuereinstellung für 30 Tage anzunehmen. Dieser kann im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien verlängert werden, vorbehaltlich die Russische Föderation ihn annimmt und gleichzeitig umsetzt.
Im Anschluss an die Verhandlungen kündigten die USA die Wiederaufnahme ihrer Sicherheitshilfe für die Ukraine und den Austausch geheimdienstlicher Informationen an.
Unmittelbar nach dem Treffen in Saudi-Arabien begann die ukrainische Seite mit der Arbeit an Algorithmen zur ordnungsgemäßen Überwachung der Einhaltung der möglichen Waffenruhe sowie an den Modalitäten künftiger Friedensabkommen.
Bisherige Gespräche zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation in Istanbul, wohin der ukrainische Präsident gereist war, in der Hoffnung, dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, brachten keine Ergebnisse, außer dass der Gefangenenaustausch „1000 gegen 1000“ vereinbart wurde.
Russland hat bisher der Waffenruhe nicht zugestimmt.
Wie berichtet hat die Trump-Regierung laut amerikanischen Medien gemeinsam mit Moskau einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine entwickelt.
Kyjiw sollte demnach die kontrollierten Gebiete im Donbass abtreten, seine Armee und einen Großteil seiner Waffen reduzieren. Im Gegenzug werden Sicherheitsgarantien für den Fall künftiger russischer Aggressionen angeboten. Die Ukraine sollte außerdem eine Bestimmung in ihre Verfassung aufnehmen, die einen Nato-Beitritt ausschließt, und die Nato soll eine entsprechende Klausel in ihre Charta eintragen. Die Nato wiederum wird keine Truppen auf ukrainischem Territorium stationieren.
Darüber hinaus sah der Plan Wahlen in der Ukraine 100 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens vor.
Trump erklärte, sein „Friedensplan“ für die Ukraine sei kein endgültiger Vorschlag.
Präsident Selenskyj berichtete in einer seiner Videoansprache, dass einige Punkte aus der Liste gestrichen und viele „richtige Dinge“ berücksichtigt worden seien.
Die Ukraine und die USA verhandelten die letzten Wochen über die einzelnen Punkte dieser Liste. Präsident Selenskyj gab später bekannt, die Ukraine habe den USA den überarbeiteten Plan geschickt.
In den USA fanden danach Gespräche zwischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj und Donald Trump statt. Auch wurde ein Telefonat mit den europäischen Staats- und Regierungschefs geführt.
Unlösbar bleiben nach wie vor die Fragen über die Gebiete der Region Donezk, die Russland will, dass die Ukraine sie einfach so abtritt, und das Kernkraftwerk Saporischschja.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte nach dem Treffen mit Donald Trump, dass die Verhandlungen mit US-Präsident in Florida bedeutende Fortschritte erzielt hätten.
Trump seinerseits verkündete nach dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten in dessen Residenz Mar-a-Lago bedeutende Fortschritte in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.
Am 6. Januar tagte die Koalition der Willigen auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris, um das Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu finalisieren. Es soll als Grundlage für weitere Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump dienen. Es wurden einige Erklärungen abgegeben.
Vor dem Hintergrund der Friedensverhandlungen und dem Anbruch des kalten Wetters beschoss Russland die ganzen Regionen der Ukraine, Städte wie Kyjiw, Krywyj Rih. Dnipro, Charkiw, Saporischschja usw., besonders die kritische Infrastruktur, Energieanlagen, Heizkraftwerke. Kyjiw, die Region und andere Städte hatten zum großen Teil keine Heizung, kein Wasser, keinen Strom.
Präsidenten der Ukraine und der USA trafen sich in Davos, um die bestehenden Fragen der Friedensverhandlungen zu besprechen. Beide bezeichneten das Gespräch als „gut“.
Die nächste Runde der trilateralen Verhandlungen unter Beteiligung der Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russlands sollte am 1. Februar stattfinden, wurde aber verschoben. Auch dieses Treffen findet in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete auf Plattform X, dass sich US-Präsident Donald Trump bereit erklärt habe, der Ukraine beim Schutz von Kyjiw und anderen Städten vor russischen Angriffen während der Winterkälte zu helfen.
Die Energie-Waffenruhe dauerte nicht lange. In der Nacht, am 3. Februar, haben die Russen erneut einen massiven kombinierten Drohnen- und Raketenangriff verübt.
Vorherige trilaterale Gespräche zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation fanden am 17. und 18. Februar in Genf statt.
Am 9. März erklärte Selenskyj, dass die für Anfang März geplanten neuen trilateralen Gespräche zwischen den Delegationen der Ukraine, der Vereinigten Staaten und Russlands aufgrund der Ereignisse um den Iran auf Vorschlag der amerikanischen Seite verschoben wurden.
Am 11. März erklärte der Sondergesandte des US-Präsidenten, Steve Witkoff, er sehe bereits Anzeichen für einen Wendepunkt in den Verhandlungen zur Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine, da die Parteien „erschöpft“ seien.
Selenskyj erklärte, das angekündigte Dreiertreffen in den USA sei weiterhin ungewiss, da die russische Delegation „nicht bereit sei, nach Amerika zu fliegen“.