Russland plant Umsiedlung von mehr als einer Million Menschen in die besetzte Region Donezk
Russland plane, bis zum Jahr 2045 mehr als eine Million Menschen aus dem eigenen Staatsgebiet in die derzeit von Russland besetzte Region Donezk umzusiedeln.
Dies sei in den Generalsplänen der besetzten Städte vorgesehen, schreibt Petro Andrujschtschenko, ehemaliger Berater des Bürgermeisters von Mariupol und Direktor des Zentrums für Besatzungsforschung auf Telegram.
Laut den russischen Behörden seien „Entwicklungspläne“ für die Städte Donezk, Makijiwka, Horliwka, Snizhne, Jenakijewo und das Rayon Starobeschewe bereits beschlossen worden.
Russland plane, die Bevölkerung in den besetzten Teilen der Region auf 2,26 Millionen bis zum Jahr 2045 zu erhöhen. Die Prognose sehe aber eher politisch, und nicht demografisch aus, so Andrujschtschenko.
Bis 2014 hatte Donezk circa 900 Tausend Einwohner, Makijiwka - 340 Tausend, Horliwka- 250 Tausend, Jenakijewo - 80 Tausend, Snizhe - 45 Tausend und das Rayon Starobeschewe – ungefähr 50 -60 Tausend Einwohner.
„Insgesamt lebten dort bis 2014 ungefähr 1,7 Millionen Menschen, derzeit beträgt die Einwohnerzahl dieser Städte 900 Tausend bis 1,1 Millionen. Der russische Plan sieht also eine Verdoppelung der Bevölkerung vor. Das ist nur auf Kosten einer Massenumsiedlung von Russen oder eines administrativen Drucks zur Annahme der russischen Staatsbürgerschaft möglich“, betonte er. Das füge sich demzufolge in das Kolonisierungsmodell, welches von Russland zuvor in Mariupol erprobt wurde.