Selenskyj zu möglicher Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen: Russen sollen nicht an den Verhandlungstisch mit einem Gefühl zurückkehren, dass derer Positionen gestärkt sind
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erkläte, er habe Signale von den USA erhalten, dass Friedensverhandlungen bald wiederaufgenommen werden könnten, wies aber auf Faktoren, die Russlands Positionen stärken könnten, hin.
Das sagte er in einer Videobotschaft an die Teilnehmer einer Sitzung des Europarates.
„Es hängt von uns allen ab, dass die Russen an den Verhandlungstisch nicht mit dem Gefühl zurückkehren, dass derer Position gestärkt ist. Und zwar nicht nur wegen der Situation um den Iran, die eine Erhörung der Ölpreise verursacht hat“, so Selenskyj.
Er nannte fünf Faktoren, die den Russen in die Hände spielen könnten.
„Erstens, sehen die Russen, wie viel Flugabwehrraketen im Nahen Osten und in der Golfregion derzeit eingesetzt werden und können mit einem Mangel dieser Raketen in der Ukraine rechnen. Zweitens, ist das 20. Sanktionspaket in der Sackgasse. Es könnte den Druck auf Russland erhöhen und es zu einem realen Frieden bewegen. Drittens, haben die Vereinigten Stäten einige Sanktionen gegen Russland gelockert, was beträchtliche Summen in Putins Kriegskasse spült“, betonte der Präsident.
Dass das von der EU beschlossene Darlehen an die Ukraine in Hohe von 90 Milliarden Euro seit drei Monaten blockiert bleibe, nannte er als vierten Faktor, aus welchem der fünfte Faktor folgt, nämlich „dass es bisher unklar bleibt, ob die Blockade der finanziellen Unterstützung überwunden werden kann“.
Foto: Präsidialamt