Wirtschaftsministerium: Deutschland könne Abnehmer von ukrainischem Biomethan sein

Biomethan - Export könnte eine der aussichtsreichsten Richtungen bei der Zusammenarbeit zwischen  der Ukraine und Deutschland im Energiebereich werden, teilt das Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft nach den Ergebnissen eines Rundtischgesprächs, an dem  Vertreter der Regierungen beider Länder, internationaler Organisationen sowie Energieexperten teilnahmen, mit.

„Im Jahr 2025 haben ukrainische Unternehmen mehr als 11,2 Millionen m³ Biomethan aus eigner Produktion exportiert. Dabei verfügt die Ukraine dank dem Agrarsektorüber ein großes Potential für den Ausbau der Biometan- Produktion. Für uns ist es nicht nur eine Frage der Energetik, sondern der Wirtschaftsentwicklung und Schaffung von Mehrwert im Agrarbereich“, sagte der stellevertretende Wirtschaftsminister Taras Wyssotskyj.   

Die Zusammenarbeit mit Deutschland stelle demzufolge ein Beispiel einer beiderseitig vorteilhaften Partnerschaft dar -  für die Ukraine öffne sich ein neuer Markt für Energieprodukte, und Europa bekomme eine zusätzliche Quelle von erneuerbarem Gas für seine Energiewende.

Die Ukraine könne laut Wyssotskyj einer der größten Biometah- Lieferanten auf dem europäischen Markt werden. 

Beide Seiten müssten aber ihre regulatorisches Rahmenbedingungen für den Export bzw. Import von Biomethan anpassen, darunter ein Abkommen zur Anerkennung von Herkunftsnachweisen schließen. Zu den weiteren Herausforderungen gehören  die Anwerbung von Investitionen in den Ausbau von Produktionsstätten und Infrastruktur sowie Anerkennung des ukrainischen Gasnetzes als Teil des europäischen Massenbilanzsystems für erneuerbare Kraftstoffe und kohlenstoffhaltige Recycling-Kraftstoffe, betonte der Minister.

Erstes Foto:UABIO