Selenskyj: Russland kann Aufhebung von einigen Sanktionen als Bedingung für eine Waffenruhe vorschlagen

„Ich glaube, dass Russland  die Aufhebung von Sanktionen gegen einige Unternehmen im Gegenzug zu einer Waffenruhe vorschlagen kann. Ich weiß, dass es ihnen dabei um die Rückkehr ihrer Banken ins Swift-System geht, damit die funktionieren können. Für die Ukraine stellt das ein großes Risko dar“,  sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Bloomberg-Interview.   

Die Ukraine wolle nicht, dass die von Russland vorgeschlagene Waffenruhe wegen einer Militärparade am 9. Mai zu „einem taktischen Trick Moskaus“ werde.

Der Kreml wolle demnach nur seine jährliche Militärparade vor potentiellen ukrainischen Angriffen schützen. „Sie wollen, dass die Parade ruhig innerhalb von einigen Stunden verläuft, damit sie dann ihre Angriffe wiederaufnehmen können“, so der Präsident.

Gleichzeitig betonte er, dass die Ukraine alle Initiativen zu einer Waffenruhe unterstütze, die darauf abzielen, die Zivilbevölkerung  zu schützen und einen Gefangenenaustausch zu fördern.

Selenskyj bestätigte auch, dass die Einladung für US- Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner nach Kyjiw in Kraft bleibe. Die beiden stünden demnach mit ihren ukrainischen Kollegen telefonisch im Kontakt.