28 Stunden in Handschellen: Ukraine wirft Ungarn Verstöße gegen Europäische Menschenrechtskonvention bei der Festnahme ukrainischer Bankmitarbeitern vor
Das ukrainische Auswärtige Amt wirft Ungarn Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention und das Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen bei der Festnahme und dem Umgang mit den Mitarbeitern der Oschadbank vor, heißt es in einer Stellungnahme der außenpolitischen Behörde.
„Obwohl die Bankangestellten einen Satus als Zeugen hatten, wurden sie 28 Stunden in Handschellen festgehalten und die ganze Zeit mit verbundenen Augen transportiert. Ihre persönlichen Sachen, darunter Handys, wurden konfisziert. Damit wurde ihnen die Möglichkeit genommen, ihre Angehörigen, die Botschaft der Ukraine oder den Arbeitgeber über derer Festnahme und Aufenthaltsort zu informieren. Die meisten der konfiszierten Sachen wurden nicht zurückgegeben“, hieß es.
Einem Bankmitarbeiter mit einer Behinderung sei medizinische Hilfe erst dann geleistet worden, als er bewusstlos wurde.
„Die ungarischen Behörden haben alles Mögliche getan, um die festgenommenen Ukrainer ohne jegliche Unterstützung zurückzulassen. Auf die Festgenommenen wurde psychologischer und physischer Druck ausgeübt“, wird in der Stellungnahme betont.
Den Festgenommenen wurde keine Möglichkeit gewährt, einen Anwalt anzurufen und ihre Aussagen auf Ukrainisch zu machen. Trotz der Anfragen des Auswärtigen Amtes wurden Konsularbeamten zu den ukrainische Staatsbürgern nicht zugelassen.
Solche Handlungen der ungarischen Behörden seien inakzeptabel und unangemessen sowie stellen eine zynische Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention, des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen und der ukrainisch-ungarischen Konsularkonvention dar, hieß es weiter.