Armeechef kündigt eine verpflichtende Rotation für Soldaten an der Frontlinie an
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, hat eine Anordnung unterzeichnet, welche eine verpflichtende Rotation für Soldaten an der Frontlinie vorsieht sowie Anforderungen an Ruhephasen und Ausstattung der kämpfenden Einheiten festlegt.
„Kommandeure müssten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Soldaten bis zu zwei Monate an ihren Stellungen verbleiben, mit anschließender obligatorischer Ablösung (Rotation), die spätestens innerhalb eines Monats erfolgen muss“, schreibt Syrskyj auf Facebook.
Durch die Dominanz von Drohnen auf dem Schlachtfeld habe sich demzufolge die Logik der Kriegsführung verändert, was insbesondere zu größeren Schwierigkeiten bei der Logistik und Truppenbewegungen geführt habe.
Die Anordnung sieht zudem verpflichtende medizinische Untersuchungen und Ruhezeiten nach Kampfeinsätzen vor sowie regelt die rechtzeitige Versorgung mit Munition und Lebensmitteln für die Soldaten an den Stellungen.
Der Befehl gelte für alle Einheiten, die Kampfeinsätze an der Front durchführen, so der Armeechef.
Die Anordnung folgt auf zahlreiche Berichte über die Lage der Soldaten, die wegen der intensiven Kämpfe und erschwerter Logistik oft mehr als 100 Tage am Stück an ihren Positionen verbleiben. Wenige Tage zuvor hatten Angehörige Bilder ausgezehrter ukrainischer Soldaten der 14. Mechanisierten Brigade verbreitet, die für Aufsehen sorgten.
Foto: Syrskyj/Facebook