IAEA- Gouverneursrat erkennt direkte Folgen russischer Angriffe für die nukleare Sicherheit
Das Lenkungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat in einer Resolution direkte Folgen systematischer russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine für die nukleare Sicherheit bestätigt, teilt der ukrainische Energieminister Andrij Sybiha auf X mit.
„Schläge gegen Umspannwerke der Kernkraftwerke sind kein „erneuter Angriff“, sondern ein vorsätzlicher Versuch, Voraussetzungen für einen Blackout zu schaffen und das Risiko eines Atomunfalls zu erhöhen“, so Sybiha.
Er warf Russland nuklearen Terrorismus vor.
„Es kann kein business as usual mit Russland im Bereich der Atomenergetik geben, solange es inakzeptable Risiken weiter schafft - durch die Besetzung des AKW Saporischschja und andauernde Angriffe auf das Stromnetz, welches das Funktionieren der Systeme der nuklearen Sicherheit gewährleistet“, betonte er.
Die Ukraine habe demzufolge mehrmals gewarnt, dass Vertreter des staatliche Energiesektors Russlands, darunter des Konzerns Rosatom an der Planung von Attacken auf kritisch wichtige Umspannwerke der Ukraine beteiligt gewesen sein könnten. Die sollten als Mittäter zur Rechenschaft gezogen werden, so der Minister.
Er forderte von der IAEA praktische Schritte, darunter Stärkung der ukrainischen Flugabwehr, Erhöhung des Drucks auf Moskau sowie Verhängung von Sanktionen gegen Rosatom.
Foto: @andrii_sybiha