Im Nuklearbereich kann mit Russland business as usual nicht mehr funktionieren – Sybiha

Die Ukraine fordert die internationale Gemeinschaft auf, die russische Besetzung des Kernkraftwerks Saporischschja und die damit verbundenen nuklearen Risiken zu beenden.

Das erklärte auf Plattform X der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am vierten Jahrestag der Besetzung des Kernkraftwerks Saporischschja, berichtet Ukrinform.

Er betonte, Russland habe das Kraftwerk in einen Militärstützpunkt verwandelt und damit nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa und die Welt als Geisel seines nuklearen Terrorismus genommen. Die aktuellen Pläne des Kremls, die besetzten Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen, bezeichnete er als gefährlich und illegal.

„Wir fordern die IAEA und die gesamte internationale Gemeinschaft auf, alle Anstrengungen zu machen, um die russische Besetzung und die damit verbundenen nuklearen Risiken zu beenden. Um die Gefahr einer nuklearen Katastrophe auszuschließen, muss das Kraftwerk demilitarisiert und an seinen rechtmäßigen Eigentümer und Betreiber – die Ukraine – zurückgegeben werden“, so der Außenminister.

Sybiha betonte, dass es im Atomenergiesektor mit Russland kein business as usual geben kann, solange Russland weiter inakzeptable Risiken für die nukleare Sicherheit schaffe, darunter die Besetzung des Kernkraftwerks Saporischschja und die ständigen Angriffe auf das ukrainische Atomnetz.

Er warnte auch internationale Vertreter davor, nuklearen Terrorismus zu normalisieren, indem sie an von Moskau gesponserten Veranstaltungen teilnehmen, und bekräftigte die Forderung der Ukraine nach Sanktionen gegen Rosatom.

Außerdem fordere die Ukraine weiterhin die sofortige Freilassung der von den russischen Besatzern illegal festgehaltenen Mitarbeiter des Kernkraftwerks: Serhij Korsch, Serhij Potyn und mindestens 33 weitere Mitarbeiter des Kernkraftwerks, erinnerte der Minister.

„Die russischen Verbrecher müssen für die systematische Folter, Einschüchterung und willkürliche Inhaftierung von Zivilisten im Kernkraftwerk und in der Stadt Enerhodar sowie für die Besetzung des Kernkraftwerks zur Rechenschaft gezogen werden“, fügte Sybiha hinzu.