Ukraine schlägt Philippine Odessa- Brody als Alternative für die beschädigte Druschba- Pileline vor

Die Ukraine schlägt Europa vor, die Pipeline Odessa- Brody für den Erdöltransport als Alternative für die infolge russischer Angriffe beschädigte Druschba - Pipeline während der Reparaturarbeiten zu nutzen, heißt es in einem Schreiben der Vertretung der Ukraine bei der EU an das Europäische Parlament.   

Derzeit werde demzufolge die beschädigte Ausrüstung inspiziert und eine technische Möglichkeit und Bedingungen für eine schnelle Wiederaufnahme der Erdöllieferungen durch die Druschba -Pipeline überprüft. Es würden Reparaturen sowie Arbeiten zur Stabilisierung des technischen  Zustandes des Systems und zur Behebung der Folgen russischer Angriffe durchgeführt. 

Durch gezielte russische Attacken auf die Elemente des Gastransportsystems der Ukraine seien insbesondere der Ausrüstung der Druschba - Pipeline „erhebliche Schäden“ zugefügt worden.  

Dabei betonen die ukrainischen Diplomaten, dass „ein ununterbrochenes und stabiles Funktionieren der Gastransportinfrastruktur nur unter Voraussetzung einer Einstellung massiver Raketen- und Drohnenangriffe durch Russland, welche auf die Zerstörung der Energieinfrastruktur gerichtet sind, möglich ist“.   

Ukrainische Reparaturteams seien einer ständigen Gefahr russischer Luftangriffe ausgesetzt. 

Für Erdöllieferungen in die europäischen Länder, insbesondere nach Ungarn und die Slowakei, könne vorübergehend die Pipeline Odessa- Brody genutzt werden.

Im Streit über die beschädigte Druschba-Ölpipeline hat Ungarn nun eine Blockade eines milliardenschweres Darlehens an die Ukraine angekündigt. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico droht der Ukraine mit der Einstellung von Notstromlieferungen, sollte der Transit von Öl nicht am Montag wiederaufgenommen werden.

Am 27. Januar haben die Russen die Energieinfrastruktur in der westukrainischen Region Lwiw angegriffen. Dabei wurde ein Pipeline-Abschnitt  beschädigt, was zur Unterbrechung russischer Rohöllieferungen nach Ungarn und die Slowakei über die Druschba-Pipeline führte.

Ungarn und die Slowakei beschuldigen die Ukraine, die Wiederaufnahme der Lieferungen aus Russland absichtlich zu verhindern.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erinnerte Ungarn daran, dass Probleme mit dem Transit von russischem Erdöl ausschließlich durch die Aggression Russlands und seine Angriffe auf die Infrastruktur der Druschba-Pilelien verursacht worden seien, auf die Budapest öffentlich nicht reagiere.

Foto: Ukrtransnafta