EU warnt vor erneuten Angriffen Russlands während der Raparaturarbeiten an Druschba-Pipeline

Die Europäische Union meint, dass nur die Ukraine entscheiden darf, wann die durch Russland beschädigte Druschba-Pipeline, die durch ukrainisches Gebiet verläuft, repariert werden könne.

Das sagte die EU- Sprecherin, Anna-Kaisa Itkonnen, vor der Presse in Brüssel.   

Die ukrainische Regierung sei demzufolge bereit, Reparaturen durchzuführen, weise aber auf eine Gefahr erneuert russischer Angriffe sowohl auf Reparaturteams als auch die Infrastruktur, wie es in der Vergangenheit oft der Fall gewesen sei, hin, betonte sie.

Nach den vorherigen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur habe die Ukraine die beschädigten Anlagen wiederaufgebaut. Diese seien dann durch Russland erneut zerstört worden.

Russland habe, so die EU- Sprecherin, die Abhängigkeit Europas von seinen Energieträgern in eine Waffe verwandelt.

Dabei betonte sie, dass die Energiesicherheit Ungarns und der Slowakei nicht gefährdet sei, denn die beiden Länder über ausreichende Erdölreserven verfügten, die einen 30-tätigen Bedarf decken könnten.

Am 27. Januar haben die Russen die Energieinfrastruktur in der westukrainischen Region Lwiw angegriffen. Dabei wurde ein Pipeline-Abschnitt beschädigt, was zur Unterbrechung russischer Rohöllieferungen nach Ungarn und die Slowakei über die Druschba-Pipeline führte.

Danach haben Ungarn und die Slowakei ihre Diesel-Exporte in die Ukraine vorläufig ausgesetzt.  Budapest macht Kyjiw direkt für die anhaltende Unterbrechung verantwortlich.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erinnerte Ungarn daran, dass Probleme mit dem Transit von russischem Erdöl ausschließlich durch die Aggression Russlands und seine Angriffe auf die Infrastruktur der Druschba-Pipeline verursacht worden seien, auf die Budapest öffentlich nicht reagiere.

Foto: eumetsat.int