IAEA erweitert Überwachungsaktivitäten in der Ukraine auf zwei Umspannwerke der AKWs
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat ihre Überwachungsaktivitäten in der Ukraine auf zwei Umspannwerke, die für die Stromversorgung der Kernkraftwerke entscheidend sind, erweitert.
Diese Entscheidung wurde wegen einer Instabilität im Stromnetz sowie permanente militärische Bedrohungen, welche die nukleare Sicherheit gefährden, getroffen, hieß es auf der Webseite der IAEA.
Am Dienstag, den 10 Februar habe das Atomkraftwerk Saporischschja erneut die Verbindung zur externen Stromversorgung verloren. Dadurch sei die Anlage nur durch eine einzige Hochspannungsleitung mit dem externen Stromnetz verbunden gewesen, sagte Generaldirektor Rafael Grossi.
Die 330-Kilowatt-Leitung Ferrosplavna sei demzufolge am 10. Februar gegen Mittag wahrscheinlich durch Kriegshandlungen in der Nähe des AKWs ausgefallen.
Das Kernkraftwerk werde bis jetzt über eine 750-Kilowatt-Leitung mit Strom versorgt. Vor dem Krieg war die Anlage über vier 750-Kilowatt-Leitungen und sechs 330-Kilowatt-Leitungen mit dem nationalen Stromnetzt verbunden.
Der Ausfall der 330-Kilowatt-Leitung Ferrosplavna habe eine Beschädigung der Heizleitung an die nahe liegende Stadt Enerhodar verursacht. Dadurch sei die Wärmeversorgung für mehrere Stunden unterbrochen worden.
An den kritisch wichtigen Umspannwerken werden künftig insgesamt 12 Expertenteams der IAEA präsent sein.
Foto: Enerhoatom