Internationale Partner übergeben der Ukraine über 6.000 Energieanlagen – Swyrydenko

Internationale Partner haben ihre Absicht bestätigt, der Ukraine neue Hilfe zur Bewältigung der Energiekrise zu leisten, darunter über 6.000 Energieanlagen.

Dies gab Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko nach dem Koordinierungstreffen G7+ zur Energiehilfe für die Ukraine bekannt, berichtet Ukrinform.

„Ich habe unseren Partnern für die bereits geleistete und die in Kürze zu leistende Hilfe gedankt. Die Partner haben die Bereitstellung neuer Hilfspakete angekündigt und bestätigt, die über 6.000 große Energieanlagen und Beiträge zum Energiefonds der Ukraine umfassen“, heißt es in dem Bericht.

Die Europäische Union stellt 447 Generatoren zur Verfügung. Italien wird 10 Millionen Euro für den Energiefonds bereitstellen, noch 50 Millionen Euro wurden zusätzlich im Haushalt bewilligt. Die litauische Regierung hat die Lieferung von 90 Generatoren versprochen.

Deutschland wird 60 Millionen Euro an Unterstützung überweisen und zusätzliche Ausrüstung übergeben: 33 Blockheizkraftwerke, 15 mobile Hybridgeneratoren, 300 Photovoltaikanlagen, 375 Batteriespeicher, 31 Heizkraftwerke, 45 Baumaschinen und 10 Heizkessel.

Das Vereinigte Königreich wird dem Fonds fast 23 Millionen Euro überweisen, und die Vereinigten Staaten werden 400 Millionen US-Dollar für humanitäre Projekte zur Unterstützung der Ukrainer in diesem Winter bereitstellen.

Frankreich wird mehr als 100 Generatoren mit einer Gesamtleistung von 13 MW liefern, und Japan wird 140 Klein- und Mittelkraftgeneratoren, 60 Klein- und Mittelkrafttransformatoren sowie Ausrüstung für Reparaturarbeiten, 2 Blockheizkraftwerke und 13 Frequenzumrichter bereitstellen.

Swyrydenko informierte die Partner über die Lage im Energiesektor und lud die Teilnehmer des Treffens ein, die Ukraine zu besuchen, um sich selbst ein Bild von den Folgen des russischen Beschusses und dessen Auswirkungen auf das Leben der Menschen zu machen.

Am 24. Februar 2022 erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion in die Ukraine, eine sogenannte „Spezialmilitäroperation“. In der Ukraine wurde der Verteidigungszustand verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Russische Truppen beschießen und zerstören seither wichtige Objekte der kritischen Infrastruktur, befeuern massiv die Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Raketenwerfern, ballistischen Raketen und anderen tödlichen Waffen. Das Land wehrt sich heldenhaft gegen die Eindringlinge und unternimmt Gegenoffensiven.

Russland hat Teile der Regionen Donezk, Luhank, Saporischschja und Cherson vorläufig besetzt.

Die Europäische Union (EU), die USA und andere Länder haben harte Sanktionen gegen das Aggressor-Land verhängt.

Die ukrainischen Streitkräfte führen eine Militäroperation in der russischen Region Kursk weiter durch.

Im März 2025 wurde in Dschidda (Saudi-Arabien) ein erster Impuls für Friedensgespräche gegeben und ein Treffen der US-amerikanischen und ukrainischen Delegationen abgehalten. Die Parteien gaben im Anschluss an die Ergebnisse des Treffens eine gemeinsame Erklärung ab.

Aus dem Dokument ging insbesondere hervor, dass die Ukraine ihre Bereitschaft bekundet hat, den US-Vorschlag zur sofortigen vorläufigen Feuereinstellung für 30 Tage anzunehmen. Dieser kann im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien verlängert werden, vorbehaltlich die Russische Föderation ihn annimmt und gleichzeitig umsetzt.

Im Anschluss an die Verhandlungen kündigten die USA die Wiederaufnahme ihrer Sicherheitshilfe für die Ukraine und den Austausch geheimdienstlicher Informationen an.

Unmittelbar nach dem Treffen in Saudi-Arabien begann die ukrainische Seite mit der Arbeit an Algorithmen zur ordnungsgemäßen Überwachung der Einhaltung der möglichen Waffenruhe sowie an den Modalitäten künftiger Friedensabkommen.

Bisherige Gespräche zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation in Istanbul, wohin der ukrainische Präsident gereist war, in der Hoffnung, dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, brachten keine Ergebnisse, außer dass der Gefangenenaustausch „1000 gegen 1000“ vereinbart wurde.

Russland hat bisher der Waffenruhe nicht zugestimmt.

Wie berichtet hat die Trump-Regierung laut amerikanischen Medien gemeinsam mit Moskau einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine entwickelt.

Kyjiw sollte demnach die kontrollierten Gebiete im Donbass abtreten, seine Armee und einen Großteil seiner Waffen reduzieren. Im Gegenzug werden Sicherheitsgarantien für den Fall künftiger russischer Aggressionen angeboten. Die Ukraine sollte außerdem eine Bestimmung in ihre Verfassung aufnehmen, die einen Nato-Beitritt ausschließt, und die Nato soll eine entsprechende Klausel in ihre Charta eintragen. Die Nato wiederum wird keine Truppen auf ukrainischem Territorium stationieren.

Darüber hinaus sah der Plan Wahlen in der Ukraine 100 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens vor.

Trump erklärte, sein „Friedensplan“ für die Ukraine sei kein endgültiger Vorschlag.

Präsident Selenskyj berichtete in einer seiner Videoansprache, dass einige Punkte aus der Liste gestrichen und viele „richtige Dinge“ berücksichtigt worden seien.

Die Ukraine und die USA verhandelten die letzten Wochen über die einzelnen Punkte dieser Liste. Präsident Selenskyj gab später bekannt, die Ukraine habe den USA den überarbeiteten Plan geschickt.

In den USA fanden danach Gespräche zwischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj und Donald Trump statt. Auch wurde ein Telefonat mit den europäischen Staats- und Regierungschefs geführt.

Unlösbar bleiben nach wie vor die Fragen über die Gebiete der Region Donezk, die Russland will, dass die Ukraine sie einfach so abtritt, und das Kernkraftwerk Saporischschja.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte nach dem Treffen mit Donald Trump, dass die Verhandlungen mit US-Präsident in Florida bedeutende Fortschritte erzielt hätten.

Trump seinerseits verkündete nach dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten in dessen Residenz Mar-a-Lago bedeutende Fortschritte in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.

Am 6. Januar tagte die Koalition der Willigen auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris, um das Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu finalisieren. Es soll als Grundlage für weitere Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump dienen. Es wurden einige Erklärungen abgegeben.

Vor dem Hintergrund der Friedensverhandlungen und dem Anbruch des kalten Wetters beschießt Russland die ganzen Regionen der Ukraine, Städte wie Kyjiw, Krywyj Rih. Dnipro, Charkiw, Saporischschja usw., besonders die kritische Infrastruktur, Energieanlagen, Heizkraftwerke. Kyjiw, die Region und andere Städte haben zum großen Teil keine Heizung, kein Wasser, keinen Strom.

Gestern in Davos trafen sich Präsidenten der Ukraine und der USA, um die bestehenden Fragen der Friedensverhandlungen zu besprechen. Beide bezeichneten das Gespräch als „gut“.

Foto: Julia Swyrydenko/Telegram