Friedenswille ist derzeit nur von Seite der Ukraine – tschechischer Präsident

Die Ukraine zeige echte Bereitschaft zu Friedensverhandlungen, während Russland keinerlei Anzeichen dafür zeige. Daher müsse die Unterstützung für die Ukraine und der Druck auf die Russische Föderation verstärkt werden.

Das erklärte heute der tschechische Präsident Petr Pavel auf der mit Präsident Wolodymyr Selenskyj gemeinsamen Pressekonferenz in Kyjiw, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform. Pavel wünschte Präsident Selenskyj und dem gesamten ukrainischen Volk Ausdauer in der gegenwärtig schwierigen Lage.

„Ich bin zuversichtlich, dass die Bemühungen von Präsident Selenskyj persönlich in naher Zukunft zu einer vereinten Position der Vereinigten Staaten und Europas in gemeinsamen Friedensverhandlungen führen und es ermöglichen werden, gemeinsamen Druck auf Russland zu schaffen, das endlich Verhandlungen aufnehmen wird. Bisher sehen wir diesen Willen nur von der Seite der Ukraine, und es gibt derzeit keine Anzeichen dafür auf Seiten Russlands“, stellte Pavel fest.

Er fügte hinzu, es sei notwendig, die Ukraine weiterhin zu unterstützen und gleichzeitig wirtschaftlichen Druck auf Russland auszuüben.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Konflikt weitergeht, denn er hat nicht nur katastrophale Folgen, sondern erfordert auch enorme Ressourcen und Energie, die man besser für andere Dinge richten könnte – etwa für den Wiederaufbau oder ein übliches, normales Leben“, betonte Pavel.

Wie berichtet traf der tschechische Präsident Petr Pavel, der sich zu einem Besuch in der Ukraine aufhält, am Freitag in Kyjiw ein.