Rutte nach russischem Angriff mit Oreschnik- Rakete: NATO sucht nach Möglichkeiten, ukrainische Raketenabwehr zu stärken

Der Einsatz einer Mittelstreckenrakete vom Typ "Oreschnik" gegen zivile Ziele in der Ukraine zeuge von einem neuen Niveau von Gräueltaten, zu denen Russland bereit sei, sagte der NATO- Generalsekretär Mark Rutte auf einer Konferenz der Parteigruppen Renew Europe im Europarlament.

Er erinnerte auch an die vorherigen russischen Angriffe unter Einsatz von Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen gegen die Zivilbevölkerung.

„Das hat nichts mit Kampfhandlungen an der Front zu tun. Das verursacht nur Panik und Tod unter den Zivilisten in der Ukraine, und das zeigt, zu welchen Gräueltaten Russland bereit ist“, so Rutte

Er arbeite seinen Worten nach an der Versorgung der Ukraine mit Abfangraketen und rief die Parlamentarier dazu auf, mit ihren Regierungen zusammenzuarbeiten, um neue Möglichkeiten für Lieferung zusätzlicher Raketenabwehrsysteme an die Ukraine zu finden. 

Bei einem Angriff auf Ziele in der Westukraine am 9. Januar hat das russische Militär die neue Mittelstreckenrakete "Oreschnik" verwendet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte eine klare Reaktion der Weltgemeinschaft auf den russischen Angriff.

Der Außenminister Andrij Sybiha erklärte, ein derartiger in unmittelbarer Nähe der Außengrenzen von EU und NATO sei eine schwere Bedrohung für die Sicherheit auf dem europäischen Kontinent.

Foto: NATO