Selenskyj kritisiert scharf Idee der Durchführung von Wahlen im Krieg
Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte scharf die Idee, während des Krieges Wahlen abzuhalten.
Dies teilte der Staatschef bei einem Gespräch mit Journalisten mit, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.
Er warnte vor dem „Zusammenbruch des Landes“.
„Ich glaube, wenn wir das Land ruinieren wollen, können wir uns in einem solchen Krieg in Richtung Wahlen bewegen. Meine Position war klar: Wenn die Partner uns konkrete Bedingungen anbieten, unter denen Wahlen in der Ukraine sicher, legitim und demokratisch durchgeführt werden können - unter Beteiligung des Militärs, in den frontnahen Gebieten, im Ausland, wo Millionen unserer Bürger auf der Flucht vor dem Krieg sind, dann lassen Sie uns darüber diskutieren. Konkrete Vorschläge hat niemand gemacht. Denn das ist unmöglich unter den Bedingungen, die wir jetzt haben, wenn Putin auf keine Optionen für einen Waffenstillstand eingehen will", erklärte Selenskyj.
Seiner Meinung nach berge die Willensäußerung in Kriegszeiten generell große Risiken.
Selenskyj ist überzeugt, es sei wichtig, „keine Grenzen im Inneren“ zwischen den Menschen zu schaffen und sich in einem solchen Krieg nicht in Lager zu spalten.
„Wir mögen unterschiedlich sein, wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren. Und das Wesentliche ist, die Ukraine zu bewahren. Und ich bin der Meinung, dass man die Gesellschaft und die Soldaten nicht voneinander trennen darf. Das ist gefährlich“, betonte Selenskyj.
Am 16. Juli begannen die Menschen in einer Reihe von Städten der Ukraine, insbesondere in Kyjiw, gegen den Rücktritt von Mychailo Fedorow als Verteidigungsminister zu protestieren.
Die Massenproteste gegen die Entlassung von Fedorow seien ein Ausdruck der Demokratie und Freiheit, für die die Ukraine derzeit kämpfe. erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Am 19. August wies der ehemalige Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow in seinem Video-Appell an die Ukrainer darauf hin, einen legitimen und sicheren Mechanismus für die Durchführung von Wahlen in Kriegszeiten zu finden.
Foto: Präsidialamt