EU-Spitzen wollen Trump in neue Verhandlungen zwischen Ukraine und Russland einbeziehen

Die europäischen Staats- und Regierungschefs beabsichtigen, die Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel in Frankreich nächste Woche zu nutzen, um ihn für ihre Pläne zur Förderung neuer Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine zu gewinnen.

Das meldet Ukrinform unter Berufung auf Bloomberg.

Gesprächspartnern von Bloomberg zufolge seien Großbritannien, Frankreich und Deutschland der Ansicht, dass sich die Lage im Krieg zugunsten der Ukraine gewendet habe. Dies ermögliche Verhandlungen, die über die Rahmenbedingungen hinausgehen, die sich nach dem Gipfeltreffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im vergangenen Jahr in Alaska ergeben hatten.

Die Staats- und Regierungschefs der sogenannten E3-Staaten (Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich – Anm. d. Red.) wollen, dass Russland einem sofortigen Waffenstillstand unter Berücksichtigung der aktuellen Frontlinie als „Ausgangspunkt für Verhandlungen“ sowie verlässlichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine zustimmt, die den Einsatz multinationaler Streitkräfte beinhalten. Sie legten diese Vorschläge in einer gemeinsamen Erklärung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach den Gesprächen in London am Sonntag, 7. Juni dar.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am 16. Juni am G7-Gipfel in französischem Évian-les-Bains teilnehmen, um die Lage in der Ukraine zu erörtern und „die Annäherung der Standpunkte“ der G7-Staaten hinsichtlich der Unterstützung der Ukraine wiederherzustellen.

Auch US-Präsident Donald Trump wird zu dem Gipfel erwartet.

Foto: Weißes Haus