Ukraine und EU arbeiten an gesetzlicher Regelung zur Beschlagnahmung von Öl aus Schattenflotten-Schiffen – Selenskyj

Die Ukraine und Europa arbeiten an einer gesetzlichen Regelung, die die Beschlagnahmung von Öl aus Schattenflotten-Schiffen ermöglichen soll.

Das erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Das ukrainische Staatsoberhaupt hob hervor, dass Frankreich in diesen Tagen einen weiteren, seiner Meinung nach, wichtigen Schritt unternommen habe: das Festhalten eines Schattenflotten-Tankers, den Russland für Öltransporte nutzt.

„Dieser Tanker steht bereits unter Sanktionen der Ukraine, Großbritanniens, der Europäischen Union und der USA. Trotzdem nutzen die Russen ihn weiter. Er transportiert systematisch nicht nur russisches, sondern auch iranisches Öl“, erklärte Selenskyj.

„Russland und das iranische Regime sind wahre Komplizen, selbst bei Dingen wie der Schattenflotte. Sie haben praktisch alles gemeinsam. Und wenn das eine Böse – das iranische Regime – gestoppt wird, darf man nicht vergessen, dass auch auf das andere Böse angemessenen Druck ausgeübt werden muss.“

„Solange der Krieg und die Angriffe andauern, muss auch der Druck auf den Aggressor aufrechterhalten werden. Wir arbeiten mit den europäischen Ländern daran, damit deren Gesetzgebung es nicht nur ermöglicht, solche Schiffe zu stoppen, sondern sie auch zu blockieren und Öl zu beschlagnahmen. Das muss so sein“, betonte der Präsident.

Selenskyj dankte Frankreich und allen anderen Partnern in Europa für ihr entschlossenes Handeln.

Wie berichtet hat die französische Marine im Mittelmeer einen weiteren Tanker der russischen Schattenflotte geentert.

Foto: Marine Traffic