Krieg zwischen Russland und Ukraine ist in eine strategische Pattsituation geraten – Türkischer Geheimdienst
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist in einer Pattsituation angelangt, und die Kampfhandlungen werden wegen nuklearer Bedrohungen und des Einsatzes neuer autonomer Waffensysteme zunehmend gefährlicher.
Dies geht aus dem Bericht des türkischen Geheimdienstes (MİT) für das Jahr 2025 hervor, berichtet Ukrinform.
„Das Jahr 2025 verging im Schatten von Kriegen und Konflikten und wurde zu einem Jahr der Aushöhlung globaler Normen und Werte, der Unfähigkeit der gegenwärtigen internationalen Ordnung, Krisen effektiv zu lösen, des Umdenkens strategischer Gleichgewichte, eines rasanten Wandels der geoökonomischen Verhältnisse und einer Vervielfachung der Risiken, die mit der technologischen Entwicklung verbunden sind“, merkt MİT-Chef Ibrahim Kalin in seiner Einleitung zum Bericht an.
Der Chef des türkischen Geheimdienstes stellte ferner fest, dass traditionelle Sicherheitsbedrohungen im vergangenen Jahr zunehmend hybriden Charakter angenommen hätten und die Auswirkungen von Unsicherheit und Chaos weltweit spürbar seien.
„Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat eine strategische Sackgasse zwischen der militärischen Unterstützung des Westens und Russlands Strategie der industriellen Zermürbung erreicht. Während die Parteien am Verhandlungstisch zwischen Forderungen nach territorialen Zugeständnissen und Sicherheitsgarantien hin- und hergerissen sind, hat sich der Krieg hin zu einer nuklearen Konfrontation und dem zunehmenden Einsatz autonomer Waffensysteme entwickelt“, merkt Kalin an.
Der Chef des türkischen Geheimdienstes MİT erinnerte zudem an die aktive Vermittlerrolle der Türkei bei den Bemühungen um ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges.
Der erste stellvertretende Leiter des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes, Oleh Luhowskyj, meint, dass die Russen derzeit nicht zu ernsthaften Verhandlungen über ein Kriegsende bereit sind und eine Verzögerungstaktik verfolgen.
Am 24. Februar 2022 erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion in die Ukraine, eine sogenannte „Spezialmilitäroperation“. In der Ukraine wurde der Verteidigungszustand verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Russische Truppen beschießen und zerstören seither wichtige Objekte der kritischen Infrastruktur, befeuern massiv die Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Raketenwerfern, ballistischen Raketen und anderen tödlichen Waffen. Das Land wehrt sich heldenhaft gegen die Eindringlinge und unternimmt Gegenoffensiven.
Russland hat Teile der Regionen Donezk, Luhank, Saporischschja und Cherson vorläufig besetzt.
Die Europäische Union (EU), die USA und andere Länder haben harte Sanktionen gegen das Aggressor-Land verhängt.
Die ukrainischen Streitkräfte führen eine Militäroperation in der russischen Region Kursk weiter durch.
Im März 2025 wurde in Dschidda (Saudi-Arabien) ein erster Impuls für Friedensgespräche gegeben und ein Treffen der US-amerikanischen und ukrainischen Delegationen abgehalten. Die Parteien gaben im Anschluss an die Ergebnisse des Treffens eine gemeinsame Erklärung ab.
Aus dem Dokument ging insbesondere hervor, dass die Ukraine ihre Bereitschaft bekundet hat, den US-Vorschlag zur sofortigen vorläufigen Feuereinstellung für 30 Tage anzunehmen. Dieser kann im gegenseitigen Einvernehmen der Parteien verlängert werden, vorbehaltlich die Russische Föderation ihn annimmt und gleichzeitig umsetzt.
Im Anschluss an die Verhandlungen kündigten die USA die Wiederaufnahme ihrer Sicherheitshilfe für die Ukraine und den Austausch geheimdienstlicher Informationen an.
Unmittelbar nach dem Treffen in Saudi-Arabien begann die ukrainische Seite mit der Arbeit an Algorithmen zur ordnungsgemäßen Überwachung der Einhaltung der möglichen Waffenruhe sowie an den Modalitäten künftiger Friedensabkommen.
Bisherige Gespräche zwischen der russischen und der ukrainischen Delegation in Istanbul, wohin der ukrainische Präsident gereist war, in der Hoffnung, dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen, brachten keine Ergebnisse, außer dass der Gefangenenaustausch „1000 gegen 1000“ vereinbart wurde.
Russland hat bisher der Waffenruhe nicht zugestimmt.
Wie berichtet hat die Trump-Regierung laut amerikanischen Medien gemeinsam mit Moskau einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine entwickelt.
Kyjiw sollte demnach die kontrollierten Gebiete im Donbass abtreten, seine Armee und einen Großteil seiner Waffen reduzieren. Im Gegenzug werden Sicherheitsgarantien für den Fall künftiger russischer Aggressionen angeboten. Die Ukraine sollte außerdem eine Bestimmung in ihre Verfassung aufnehmen, die einen Nato-Beitritt ausschließt, und die Nato soll eine entsprechende Klausel in ihre Charta eintragen. Die Nato wiederum wird keine Truppen auf ukrainischem Territorium stationieren.
Darüber hinaus sah der Plan Wahlen in der Ukraine 100 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens vor.
Trump erklärte, sein „Friedensplan“ für die Ukraine sei kein endgültiger Vorschlag.
Präsident Selenskyj berichtete in einer seiner Videoansprache, dass einige Punkte aus der Liste gestrichen und viele „richtige Dinge“ berücksichtigt worden seien.
Die Ukraine und die USA verhandelten die letzten Wochen über die einzelnen Punkte dieser Liste. Präsident Selenskyj gab später bekannt, die Ukraine habe den USA den überarbeiteten Plan geschickt.
In den USA fanden danach Gespräche zwischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj und Donald Trump statt. Auch wurde ein Telefonat mit den europäischen Staats- und Regierungschefs geführt.
Unlösbar bleiben nach wie vor die Fragen über die Gebiete der Region Donezk, die Russland will, dass die Ukraine sie einfach so abtritt, und das Kernkraftwerk Saporischschja.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte nach dem Treffen mit Donald Trump, dass die Verhandlungen mit US-Präsident in Florida bedeutende Fortschritte erzielt hätten.
Trump seinerseits verkündete nach dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten in dessen Residenz Mar-a-Lago bedeutende Fortschritte in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.
Am 6. Januar tagte die Koalition der Willigen auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris, um das Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu finalisieren. Es soll als Grundlage für weitere Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump dienen. Es wurden einige Erklärungen abgegeben.
Vor dem Hintergrund der Friedensverhandlungen und dem Anbruch des kalten Wetters beschießt Russland die ganzen Regionen der Ukraine, Städte wie Kyjiw, Krywyj Rih. Dnipro, Charkiw, Saporischschja usw., besonders die kritische Infrastruktur, Energieanlagen, Heizkraftwerke. Kyjiw, die Region und andere Städte haben zum großen Teil keine Heizung, kein Wasser, keinen Strom.
Neulich trafen sich in Davos Präsidenten der Ukraine und der USA, um die bestehenden Fragen der Friedensverhandlungen zu besprechen. Beide bezeichneten das Gespräch als „gut“.
Die nächste Runde der trilateralen Verhandlungen unter Beteiligung der Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russlands sollte am 1. Februar stattfinden, wurde aber verschoben. Auch dieses Treffen findet in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete vor Tagen auf Plattform X, dass sich US-Präsident Donald Trump bereit erklärt habe, der Ukraine beim Schutz von Kyjiw und anderen Städten vor russischen Angriffen während der Winterkälte zu helfen.
Die Energie-Waffenruhe dauerte nicht lange. In der Nacht, am 3. Februar, haben die Russen erneut einen massiven kombinierten Drohnen- und Raketenangriff verübt.
Präsidenten der Ukraine und der USA trafen sich in Davos, um die bestehenden Fragen der Friedensverhandlungen zu besprechen. Beide bezeichneten das Gespräch als „gut“.
Laut dem Präsidenten konzentrierten sich die jüngsten Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf die Mechanismen des Waffenstillstands und dessen Kontrolle durch die USA. Er erklärte jedoch, die Verhandlungsführer hätten sich ohne politische Entscheidungen auf höchster Ebene nicht auf die Details einigen können.
Diese Tage findet in Genf die nächste Verhandlungsrunde im trilateralen Format mit Beteiligung der Ukraine, der Vereinigten Staaten und Russlands statt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte heute nach den Verhandlungen in Genf, dass in militärischen Fragen, insbesondere bei der Überwachung des Waffenstillstands, Fortschritte erzielt worden seien. Doch die Positionen der Parteien in politischen Fragen wie etwa Territorien, Atomkraftwerk Saporischschja, andere sensible Themen weiter ungelöst blieben.