Swetlana Tichanowskaja appelliert an Russen: Sie sollen nicht an Propaganda glauben

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Nach Worten der Oppositionskandidatin bei der Präsidentschaftswahl in Belarus Swetlana Tichanowskaja werden die Geschehnisse in ihr Land durch die russische Propaganda verzerrt.

In einer Videobotschaft appellierte sie an russische Bürger, sie sollten der Lüge der Propaganda nicht auf den Leim gehen und den wahren Grund kennen, warum das belarussische Volk einen Rücktritt von Lukaschenko fordert. Ihr zufolge gab es Tausende Verstöße bei der Stimmenzählung nach der Präsidentenwahl. „Lukaschenko behält die Macht nur dank einer enormen Brutalität bei der Unterdrückung der Proteste. Der nicht legitime Präsident hat befohlen, auf unbewaffnete Bürger zu schiffen und sie mit Granaten zu bewerfen“, sagte sie.

Tichanowskaja betonte, dass die Geschehnisse in Belarus auf keiner der Etappen den Kampf gegen Russland bedeuteten. Die Russen sollten der Propagandamedien und Politikern, die das Gegenteil behaupten, nicht glauben. Die belorussische Bürger seien für „maximal freundliche Beziehungen mit allen Nachbarn, bei der Bewahrung ihrer der Souveränität“.

Nach Angaben von Tichanowskaja wurden bei den Protesten etwa 10.000 Menschen festgenommen und sieben Menschen kamen ums Leben.

Das belarussische Volk hat ihr zufolge drei Forderungen. Das sind ein Rücktritt von Lukaschenko, neue faire und transparente Wahlen mit Beteiligung aller Kandidaten und die Freilassung aller Polithäftlinge und die Aufklärung der Verbrechen gegen das Volk.