Häfen unter Beschuss: Ukraine handelt alternative Routen aus
Vertreter der Ukraine, der Europäischen Kommission, Moldawiens und Rumäniens trafen sich, um die Arbeit der „Solidaritätskorridore“ zu intensivieren.
Dies teilte das Ministerium für Wiederaufbau, Infrastruktur und Verkehr mit, berichtet Ukrinform.
Es geht um den Ausbau von Kapazitäten der Häfen in der Donauregion und Sicherstellung eines stabilen Transits ukrainischer Produkte angesichts der zunehmenden russischen Angriffe auf die Hafeninfrastruktur.
Die jüngsten massiven Angriffe haben tatsächlich dazu geführt, dass das Einlaufen von Schiffen in ukrainische Häfen vorübergehend ausgesetzt wurde.
Über die Häfen von Odessa werden rund 90 % der ukrainischen Agrarprodukte exportiert, die in mehr als 55 Länder weltweit geliefert werden. Deshalb ist die Stabilität der Logistikwege zu Wasser und zu Lande nicht nur für die Wirtschaft der Ukraine, sondern auch für die weltweiten Lebensmittelmärkte von Bedeutung.
Seit Jahresbeginn 2026 haben die ukrainischen Seehäfen 46 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Davon entfallen 42,2 Millionen Tonnen auf die Häfen in Odessa und weitere 3,8 Millionen Tonnen auf die Häfen der Donauregion.
Foto: Ministerium für Wiederaufbau