SBU meldet seit Beginn der Heizperiode 256 Einschläge in Energieanlagen der Ukraine
Seit Beginn der diesjährigen Heizperiode hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) 256 russische Luftangriffe auf ukrainische Energieanlagen dokumentiert und stuft die systematische Zerstörung des ukrainischen Energiesystems durch Russland als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein.
Das meldet Ukrinform unter Berufung auf den Sicherheitsdienst.
Seit Anfang Oktober 2025 haben die Angreifer gezielt 11 Wasserkraftwerke und 45 größte Wärmekraftwerke angegriffen.
Außerdem haben die Russen 49 gezielte Luftangriffe auf Wärmekraftwerke und 151 auf Umspannwerke in verschiedenen Regionen der Ukraine geflogen.
Jeder der oben genannten Angriffe war kombiniert und wurde unter Einsatz von Dutzenden russischer Drohnen und Raketen durchgeführt.
Die Mehrheit von Angriffen richtete sich gegen Wärme- und Stromerzeugungsanlagen in Kyjiw und den Regionen Kyjiw, Charkiw, Odessa, Dnipropetrowsk, Sumy, Mykolajiw und Tschernihiw.
Es ist dokumentiert, dass die Russische Föderation kritische Infrastrukturen mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern vom Typ „Iskander“, „Kalibr“, X-101, X-69 und Drohnen vom Typ „Geran“ angegriffen hat.
Solche Schläge während einer starken Kältewelle führten zu großflächigen Strom- und Wärmeausfällen sowie zu Unterbrechungen der Wasserversorgung in Wohnungen von Millionen Ukrainern.
Die Ermittler des SBU sind an jedem Ort eines feindlichen Angriffs im Einsatz und sammeln umfangreiches Beweismaterial, damit jeder Russe, der an diesen Verbrechen beteiligt ist, seine verdiente Strafe erhält.
Die Ermittlungen werden unter der Verfahrensleitung der Generalstaatsanwaltschaft durchgeführt.
Die Sprecherin der Stadtverwaltung Kyjiw, Kateryna Pop, erklärte, dass nach dem massiven russischen Angriff am 9. Januar 40 Häuser ohne Strom und 471 ohne Heizung am Abend des 14. Januar in Kyjiw waren. Durch Überlastung des Energiesystems kann die gesamte Hauptstadt nicht zu den stabilisierten Stromausfallplänen zurückkehren.