Die Ukraine fordert die Welt auf, Konfiskation russischer Vermögenswerte zu beschleunigen

Die Ukraine fordert die Weltgemeinschaft auf, sich auf die verstärkte Umsetzung von Sanktionen gegen Russland zu konzentrieren und die Entwicklung von Mechanismen zur Konfiskation russischer Vermögenswerte zu beschleunigen, um sie auf den Wiederaufbau unseres Landes zu richten.

Dies meldet der Pressedienst des Finanzministeriums der Ukraine nach dem Treffen des ukrainischen Finanzministers Serhij Martschenko mit den Wirtschafts- und Finanzministern der Europäischen Union (ECOFIN), das in Stockholm im Kontext der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft stattfand.

„Das Ausmaß der Schwierigkeiten, mit denen die Ukraine seit mehr als einem Jahr konfrontiert ist, ist in der jüngeren Geschichte beispiellos. Trotzdem gelingt es uns dank der Einheit der Ukrainer und der ausgewogenen Politik der ukrainischen Regierung den Schocks und Herausforderungen des Krieges und starker internationaler Unterstützung erfolgreich entgegenzuwirken. Heute ist unser Finanzsystem zweifellos in einem besseren Zustand als vor einem Jahr, und die Wirtschaft zeigt eine allmähliche Erholung“, betonte Martschenko.

Der Finanzminister stellte auch fest, dass Russland für die schrecklichen Taten in der Ukraine bezahlen muss, und machte auf die Frage der Verschärfung der Sanktionen gegen die Russische Föderation aufmerksam.

„Erstens hatten selbst die beispiellosen Sanktionen keine ausreichend verheerende Wirkung auf die Wirtschaft des Angreifers, wie wir alle es erwartet hatten. Wir sollten uns auf die verstärkte Umsetzung von Sanktionen und die Schließung von Schlupflöcher konzentrieren, durch die sie umgangen werden können“, sagte Martschenko.

Er betonte die Bedeutung und die Einführung von Beschränkungen für Länder, die Russland helfen.

„Zweitens ist es notwendig, die Entwicklung von Mechanismen zur Konfiskation russischer Vermögenswerte zu beschleunigen und sie auf den Wiederaufbau der Ukraine zu richten. Der Aggressor muss die Verantwortung für seine Taten tragen und die Verluste für unseren Staat kompensieren“, so der Finanzminister.