Selenskyj und Fedorow trefen sich mit Mitgründer und CEO von Palantir Technologies und besprechen Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich

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Präsident Wolodymyr Selenskyj gab bei Telegram bekannt, er habe mit Alex Karp, dem Mitgründer und CEO von Palantir Technologies, Bereiche der technologischen Entwicklung im Kontext der Kampfhandlungen und ziviler Bedürfnisse erörtert.

„Ein gutes Treffen mit Alex Karp, dem CEO von Palantir Technologies. Wir bauen die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Verteidigungssektor Schritt für Schritt aus“, erklärte Selenskyj.

Palantir sei ein globales Unternehmen mit hohem Potenzial. Er betonte, dass es Bereiche gebe, in denen man sich gegenseitig von Nutzen sein und den Schutz der Ukraine, der Vereinigten Staaten und anderer Staaten stärken könne.

„Wir haben die Bereiche der technologischen Entwicklung sowohl im Kontext der Kampfhandlungen als auch ziviler Bedürfnisse besprochen. Wir haben vereinbart, dass unsere Teams in Kontakt bleiben werden“, so der Präsident.

Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fügte hinzu, dass er und Alex Karp die Stärkung der Partnerschaft im Bereich KI-Lösungen und Verteidigungstechnologieprojekte erörtert hätten.

„Es ist symbolisch, dass Alex als einer der ersten CEOs großer westlicher Technologieunternehmen nach Beginn der großangelegten Invasion im Juni 2022 persönlich nach Kyjiw kam, um die Ukraine zu unterstützen. Seitdem arbeiten wir eng zusammen“, schrieb Fedorow auf Facebook.

Zu den Ergebnissen dieser Kooperation zählte der Verteidigungsminister die Entwicklung eines Systems zur detaillierten Analyse von Luftangriffen, die Implementierung einer KI-Lösung zur Verarbeitung großer Mengen an Geheimdienstdaten sowie die Integration von Technologien in die Planung von deep strike-Operationen.

Eine weitere Richtung ist laut Fedorow gemeinsam mit Palantir entwickeltes Brave1 Dataroom. Diese Plattform bietet Entwicklern Zugriff auf reale Daten vom Schlachtfeld, um KI-Modelle zu trainieren. Bereits über 100 Unternehmen trainieren mehr als 80 Modelle, um Luftziele unter schwierigen Bedingungen zu erkennen und abzufangen.

„Während des Treffens wurde dem Palantir-Team demonstriert, wie die Ukraine den Luftraum schützt, den Feind an der Front aufhält und die russische Wirtschaft angreift. Technologien, KI, Datenanalyse und die Mathematik der Kriegsführung beeinflussen heute unmittelbar das Ergebnis auf dem Schlachtfeld“, erklärte der ukrainische Verteidigungsminister.

Fedorow betonte: „Unser Ziel ist es, die Partnerschaft mit Palantir im Bereich KI-Lösungen und Verteidigungstechnologieprojekte zu stärken, die der Ukraine einen technologischen Vorsprung verschaffen.“

Foto: Präsidialamt