Russen beschießen fünf Ortschaften und töten vier Zivilisten in Region Donezk
Am 02. November töteten russische Besatzungstruppen in der Region Donezk vier Zivilisten, teilte der Leiter der Donezker Militärverwaltung Wadym Filaschkin auf Facebook mit, berichtet Ukrinform.
„Russland tötet Zivilisten! Am 02. November haben die Russen vier Zivilisten in der Region Donezk getötet: 1 - in Slowjansk, 1 – in Kramatorsk, 1 – in Druschkiwka und 1 – in Bilenke. Sechs weitere sind verletzt worden: in Slowjansk“, teilte der Gebietsgouverneur mit.
Wie Wadym Filaschkin weiter feststellte, es sei derzeit unmöglich, die genaue Zahl der Opfer in Mariupol und Wolnowacha festzustellen. Seit Beginn der Invasion der russischen Armee in der Ukraine am 24. Februar sind in der Region Donezk 4.455 Menschen getötet und 10.950 verletzt worden.
Laut Polizei der Region Donezk haben russische Besatzungstruppen in den vergangenen 24 Stunden 1.714 Mal die Region Donezk befeuert und fünf Ortschaften unter Beschuss genommen.
Unter Beschuss standen die Städte Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk sowie die Dörfer Bilenke und Jasna Poljana.
Insbesondere warfen die Russen zwei KAB-250-Gleitbomben auf Slowjansk ab, wobei eine Frau getötet und sechs weitere Einwohner verletzt wurden. Neun Mehrfamilienhäuser, eine medizinische Einrichtung, ein Geschäft, ein Postamt und zwei Autos wurden beschädigt.
Kramatorsk wurde von FPV-Drohnen angegriffen – eine Person wurde getötet, vier Zivilfahrzeuge wurden beschädigt.
In Druschkiwka tötete eine Drohne einen Zivilisten.
In Bilenke trafen russische Drohnen einen Wagen der Energiemitarbeiter in der Nähe eines anderen Fahrzeugs, wobei eine Person getötet wurde. Außerdem trafen sie ein Privatgrundstück, ein Haus und ein Zivilfahrzeug wurden beschädigt.
Wie berichtet steht die Region Donezk unter ständigem Beschuss russischer Besatzungstruppen, der Aggressor tötet und verletzt Bürger und zerstört Häuser, Betriebe sowie Energie-, Gas- und andere Infrastruktureinrichtungen. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen. Die Region Donezk weist mit rund 300 km die längste Frontlinie auf.
Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“, wurden nach aktualisierten Angaben (Stand 16.10.2026) aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.467.000 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder mehr als 216.500 und rund 47.500 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben etwa 71.300 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region Donezk, davon (es sind 21 Gemeinden) 60.000 Zivilisten im Gebiet aktiver Kampfhandlungen, und 2293 Kinder.
Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.
Städte wie Pokrowsk, Kostjantyniwka, Druschkiwka, Slowjansk, Tschassiw Jat sind derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein. Verteidigungskräfte liquidieren sie. Der Feind hat große Verluste an Personal und Wehrtechnik.